Taufkirchen:Bürgermeister bläst Starkbierfest ab

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Taufkirchen: Solche Bilder wird es auch heuer nicht aus Taufkirchen zu sehen geben: Starkbierfest im Kultur- und Kongresszentrum.

Solche Bilder wird es auch heuer nicht aus Taufkirchen zu sehen geben: Starkbierfest im Kultur- und Kongresszentrum.

(Foto: Claus Schunk)

Ullrich Sander hält die Veranstaltung wegen der aktuellen Corona-Lage für nicht vertretbar.

Von Patrik Stäbler, Taufkirchen

Die Gemeinde Taufkirchen hat das für 4. März geplante Starkbierfest des Vereins Freunde des Wolfschneiderhofes nun doch abgesagt. Angaben aus dem Rathaus zufolge geht diese Entscheidung auf Bürgermeister Ullrich Sander (parteifrei) zurück. Er habe sich infolge der Lockerungen für Kulturveranstaltungen, die vorige Woche beschlossen wurden, "intensiver mit den rechtlichen Vorgaben für das Sitz- und Abstandskonzept des Starkbieranstichs befasst", heißt es in einer Mitteilung der Gemeinde. Darin wird Sander mit den Worten zitiert: "Danach halte ich es nicht für vertretbar, unter den vorgenannten Umständen den Starkbieranstich durchzuführen."

Dabei hatten die Freunde des Wolfschneiderhofes vergangene Woche noch fest geplant, ihre Feier mit dem Politiker-Derblecken von Ritter Blech von Hilprandingen nach der Absage im Vorjahr heuer stattfinden zu lassen. Demnach sollten die Plätze im Kultur- und Kongresszentrum zu 75 Prozent besetzt werden, was circa 300 Besucherinnen und Besucher bedeutet hätte. Der Verein, der das Starkbierfest in Kooperation mit der Gemeinde veranstaltet, hatte sein Ticketkontingent im Vorverkauf restlos verkauft; die übrigen Karten sollten über das Kultur- und Kongresszentrum vertrieben werden. Doch nun hat der Bürgermeister die Reißlinie gezogen und das Fest abgeblasen. "Damit wird zwar auch dem Vorbild der Absagen vergleichbarer Veranstaltungen gefolgt", heißt es vonseiten des Rathauses. "Vor allem aber wird der Sicherheit und Gesundheit unserer Bürgerinnen und Bürger der Vorrang eingeräumt."

Die Freunde des Wolfschneiderhofes seien von der Absage "tief enttäuscht", sagt deren Vorsitzender Helmut Rösch. "Alle, mit denen ich gesprochen habe, können das nicht verstehen." Die Veranstaltung um einige Wochen zu verschieben, wie dies etwa fürs Derblecken auf dem Nockherberg entschieden worden ist, sei in ihrem Falle nicht möglich gewesen, sagt Rösch, "weil es da keine freien Termine mehr gibt". Nun wird der Verein die achte Auflage seines Starkbierfests also erst nächstes Jahr feiern können - am 23. Februar 2023.

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