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Taufkirchen:Reif für die Insel

Schulleiter Gerald Faißt überreicht Lilli Osmetz die Urkunde des Kultusministeriums.

(Foto: Privat)

Lilli Osmetz fehlt beim Englischtest des Cambridge Instituts nur ein Punkt

Von Patrik Stäbler, Taufkirchen

Lilli Osmetz ist in ihren 15 Lebensjahren noch nie in einem englischsprachigen Land gewesen - und doch beherrscht sie die Sprache wie nur wenige Realschülerinnen und Realschüler ihres Alters. Das hat die junge Taufkirchnerin nun auch schriftlich: Beim Preliminary English Test (PET) des Cambridge Instituts erreichte sie 169 von 170 möglichen Punkten. Für diese herausragende Leistung überreichte ihr der Schulleiter der Walter-Klingenbeck-Realschule in Taufkirchen, Gerald Faißt, ein Glückwunschschreiben aus dem Kultusministerium. Dazu gab es als Belohnung einen Büchergutschein.

Lilli Osmetz hatte den Test zum Ende des vergangenen Schuljahrs abgelegt, damals noch in der neunten Klasse. Bei der zweistündigen Prüfung habe sie zwei englische Texte schreiben, aber auch ihr Sprachverständnis und ihre Sprechfähigkeit unter Beweis stellen müssen. Insgesamt nehmen bayernweit etwa 5000 Realschüler am PET teil. Die Walter-Klingenbeck-Realschule in Taufkirchen bietet dies ihren Neuntklässlern seit etlichen Jahren an. So gut wie jetzt Lilli Osmetz habe aber noch niemand abgeschnitten, sagt Englischlehrerin Christine Graf. Ihr zufolge ist das Zertifikat des Cambridge Instituts vor allem bei Bewerbungen hilfreich.

Geht es nach Lilli Osmetz, wird es bei ihr bis zur Jobsuche jedoch noch etwas dauern. Die 15-Jährige will nach der zehnten Klasse aufs Gymnasium wechseln und das Abitur machen. In Englisch sei sie schon immer gut gewesen, sagt sie: "Das ist eine tolle Sprache, die man einfach braucht." Nur zu gerne würde Lilli Osmetz ihr Kenntnisse auch einmal in Großbritannien oder den USA einsetzen. "Vielleicht ergibt sich die Möglichkeit, wenn ich einmal studiere, für ein Auslandssemester in ein englischsprachiges Land zu gehen", sagt die 15-Jährige. An der Sprache sollte es jedenfalls nicht scheitern.

© SZ vom 30.10.2020
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