OrtsgestaltungTaufkirchen: Fakten zum „Quartier am Bahnhof“

Lesezeit: 1 Min.

Die Ideen zur Gestaltung des Quartiers am Bahnhof“ in Taufkirchen stoßen nicht überall auf Begeisterung.
Die Ideen zur Gestaltung des Quartiers am Bahnhof“ in Taufkirchen stoßen nicht überall auf Begeisterung.
Claus Schunk
  • Die Gemeinde Taufkirchen stellt an diesem Dienstag den aktuellen Planungsstand für das „Quartier am Bahnhof" vor, um ein drohendes Bürgerbegehren abzuwenden.
  • Die Initiative Lebenswertes Taufkirchen hat über 1200 Unterschriften für ein Bürgerbegehren gesammelt, das einen Stopp des Bauleitplanverfahrens fordert.
  • Auf dem 12,5 Hektar großen Areal sollen Wohnraum für bis zu 2000 Menschen sowie Gewerbeflächen und Einzelhandel entstehen.
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Um ein drohendes Bürgerbegehren abzuwenden, stellt die Gemeinde an diesem Dienstag den aktuellen Planungsstand vor.

Von Patrik Stäbler, Taufkirchen

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Vor dem Hintergrund eines drohenden Bürgerbegehrens gegen das „Quartier am Bahnhof“ in Taufkirchen findet an diesem Dienstag eine Informationsveranstaltung zu den Plänen für den neuen Ortsteil statt. Unter dem Titel „Entwicklung im Dialog: Aus Leerstand wird Leben“ will die Gemeinde von 18.30 Uhr an am früheren Sitz der Firma „Huber+Suhner“ an der Mehlbeerenstraße 6 den aktuellen Planungsstand vorstellen sowie Fragen aus der Bürger und Bürgerinnen beantworten. Überdies sei es Ziel der Veranstaltung, die „vielen Falschaussagen“ richtigzustellen, die zu Themen wie Grundwasser und Bevölkerungswachstum kursierten, sagt Lisa Bierling von der Interessenvertretung der Eigentümergemeinschaft „Quartier am Bahnhof“, die an diesem Abend ebenfalls anwesend sein wird.

Jene Initiative hat erst kürzlich in der Eschenpassage einen „Gesprächsraum“ eröffnet und obendrein eine Webseite zu dem Projekt gestartet. Diese Werbeoffensive dürfte nicht zuletzt der andauernden Kritik aus Teilen der Bevölkerung geschuldet sein, die in der Kommunalpolitik von der Initiative Lebenswertes Taufkirchen (ILT) artikuliert wird. Sie hat zusammen mit der Ortsgruppe des Bund Naturschutz mehr als 1200 Unterschriften für ein Bürgerbegehren gesammelt, das einen Stopp des laufenden Bauleitplanverfahrens fürs „Quartier am Bahnhof“ fordert. Die zugehörigen Listen habe man inzwischen im Rathaus abgegeben, heißt es in einer Mitteilung der ILT. Da der Gemeinderat verpflichtet ist, binnen eines Monats nach Einreichen der Unterschriften über die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens zu entscheiden, dürfte dieses Thema noch in der Dezember-Sitzung auf der Tagesordnung stehen.

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Die Kritik der ILT richtet sich vor allem gegen die „Gigantomanie“ des Projekts, durch das sich Taufkirchen zu einem „Siedlungsbrei“ zu entwickeln drohe, heißt es in der Begründung des Bürgerbegehrens. Demgegenüber spricht die Interessenvertretung der Eigentümergemeinschaft von einem lebendigen, nachhaltigen und modernen Quartier, das anstelle des bisherigen reinen Gewerbegebiets entstehen solle. Konkret sehen die Pläne auf dem 12,5 Hektar großen Areal westlich der Bahngleise Wohnraum für bis zu 2000 Menschen sowie Gewerbeflächen, Büros, soziale Einrichtungen und Einzelhandel vor. Im Taufkirchner Gemeinderat unterstützt eine große Mehrheit das Vorhaben, das Bürgermeister Ullrich Sander (parteifrei) als „Jahrhundertchance für Taufkirchen“ bezeichnet hat. Ihm zufolge soll der Bebauungsplan fürs „Quartier am Bahnhof“ bis zur Kommunalwahl im März beschlossen sein.

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