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Taufkirchen:Kunstrasen im Käfig

Taufkirchen profitiert von Zuschuss aus Integrationsprogramm

Der Umbau des Sportplatzes im sogenannten "Käfig" am Taufkirchner Postweg in ein Kunstrasenfeld soll noch dieses Jahr abgeschlossen werden. Das gab Bürgermeister Ullrich Sander (parteifrei) bekannt, nachdem der Gemeinderat den entsprechenden Auftrag in nichtöffentlicher Sitzung an die Firma May aus Feldkirchen vergeben hatte. Er gehe davon aus, dass die Arbeiten "sehr bald schon" beginnen, sagte der Bürgermeister. Zwar liegen die Gesamtkosten im hohen sechsstelligen Bereich, was für die Gemeinde in Zeiten von Corona wohl nur schwer zu schultern wäre. 90 Prozent der Kosten übernimmt jedoch der Bund im Rahmen des Programms "Soziale Integration im Quartier".

Die maximale Fördersumme ist dabei auf gut 700 000 Euro gedeckelt. In einer ersten Schätzung ging die Gemeinde noch davon aus, dass der Umbau des Feldes in einen Kunstrasenplatz ohne Füllmaterial circa eine Million Euro kosten werde. Nun habe sich aber gezeigt, dass es "deutlich günstiger" werde, so Sander. So bleibe die Gemeinde wohl knapp unter der maximalen Fördersumme; dazu kommt dann noch der Eigenanteil der Kommune von circa 70 000 Euro. In den Gesamtkosten enthalten sind 100 000 Euro, die für "integrative Zwecke" eingesetzt werden sollen - dies war eine Voraussetzung für die Förderung. "Nach Ansicht der Verwaltung ist dies eine großartige Gelegenheit für die Gemeinde, um mit einer Selbstbeteiligung von nur zehn Prozent ein bedeutsames, integratives Programm aufzusetzen, das den Zielen der sozialen Stadt entspricht", hieß es in Vorlage der jüngsten Gemeinderatssitzung. Hinsichtlich der Details stimme sich das Rathaus derzeit mit dem Quartiersmanagement der Sozialen Stadt, der Fachstelle für Integrationsbezogene Soziale Arbeit sowie den Vereinen SV/DJK, SV Inter und EHC Taufkirchen ab.

Als Basis für die geplanten Integrationsprojekte dient dabei ein Konzept, das das Quartiersmanagement für den Förderantrag ausgearbeitet hat. Dieses sehe ein "umfangreiches Begleitprogramm" vor, sagt Projektleiter Tilo Klöck. "Da soll es nicht nur um Fußball und Sport gehen, sondern das ist eine gemeinschaftliche Veranstaltung." Details will Klöck nicht nennen, schließlich müsse das Konzept erst dem Gemeinderat vorgelegt werden. Als Beispiel nennt er aber ein Benefizturnier. Und er verweist auf die Nachbarn des Fußballplatzes: "Da gibt es Integra, die Grundschule und viele andere in der Nähe. Sie alle könnten sich in diese interkulturelle Arbeit einbringen."

© SZ vom 02.07.2020 / stä

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