Nach zwei Männern, die sich ums Bürgermeisteramt in Taufkirchen bewerben, wirft nun die erste Frau ihren Hut in den Ring. So hat der SPD-Ortsverein seine Vorsitzende Naciye Özsu einstimmig als Kandidatin für die Wahl am 8. März nominiert.
Die 46-Jährige arbeitet als Redakteurin und wohnt – mit einer kurzen umzugsbedingten Unterbrechung – seit 2022 in Taufkirchen. Aufgewachsen ist Naciye Özsu in Bayern; später lebte sie in Frankfurt und war dort bei der Stadtverwaltung tätig. Als Schwerpunkte im Wahlkampf wolle sie auf bezahlbaren Wohnraum, eine bessere Verkehrsanbindung, eine familienfreundliche Bildungspolitik, die Förderung lokaler Unternehmen sowie eine nachhaltige Energie- und Umweltpolitik setzen, heißt es in einer Mitteilung der SPD.
Als Gast bei der Aufstellungsversammlung zugegen war der amtierende Bürgermeister Ullrich Sander (parteifrei), der im März nicht erneut antritt. Er bezeichnete Naciye Özsu anschließend bei Facebook als „junge, attraktive, verbindende Frau“ – eine Formulierung, die ihm Kritik einbrachte. „Über einen Mann würde man kaum sagen, er sei attraktiv“, hieß es etwa in den Kommentaren. Neben Naciye Özsu stehen bislang Sebastian Thoma (CSU) und Christoph Nadler (Grüne) als Kandidaten für die Bürgermeisterwahl fest.

