Die Freien Wähler in Taufkirchen haben ihren bisherigen Namen abgelegt und treten von sofort an wieder als Unabhängige Wähler Taufkirchen (UWT) auf. Damit vollziehe man „erkennbar nach außen die Trennung von der Bundes- und Landespartei der Freien Wähler“, heißt es in einer Mitteilung der Gruppierung. Sie war einst als UWT gegründet worden, ehe vor gut zwölf Jahren die Umbenennung erfolgte. Im Taufkirchner Gemeinderat verfügt die Gruppierung derzeit über vier Sitze.
„Wir waren schon lange nicht mehr glücklich darüber, als Freie Wähler Taufkirchen aufzutreten“, sagt der neue Vorsitzende und Zweite Bürgermeister Michael Lilienthal. Das „entscheidende Zeichen“ für die seit Längerem geplante Rückkehr zu den eigenen Wurzeln sei der Parteiaustritt von Otto Bußjäger im Sommer gewesen. Der stellvertretende Münchner Landrat hatte seinen Schritt mit dem „Abdriften“ der Freien Wähler unter ihrem Vorsitzenden, Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, nach rechts und einem Kurs begründet, der „eher auf Konfrontation, Protest und Polarisierung“ setze und wenig Substanz habe.
In Taufkirchen betont nun UWT-Fraktionsvorsitzende Maike Vatheuer-Seele, dass man bewusst kein Teil des Parteiengefüges sein wolle: „Wir sind ein Verein, keine Partei. Unser Ziel ist es, unabhängig und ohne ideologische Zwänge Politik für Taufkirchen zu machen.“ Mit der Namensänderung und der Fokussierung auf kommunale Themen wolle die UWT zeigen, „dass ihr Engagement weiter ausschließlich den Bürgerinnen und Bürgern Taufkirchens gilt – unabhängig von parteipolitischen Bindungen“, heißt es in der Mitteilung der Gruppierung.
Die Umbenennung sei „fast einstimmig“ beschlossen worden. Überdies wählten die Mitglieder Michael Lilienthal zum Vorsitzenden und Maike Vatheuer-Seele zu dessen Stellvertreterin. Daneben gehören Richard Schmidhammer als Schriftführer und Thomas Heider als Kassier dem UWT-Vorstand an.

