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Taufkirchen:Engagement als Programm

SPD Taufkirchen

Peter Soellner nimmt nach 36 Jahren Abschied aus dem Gemeinderat.

(Foto: Angelika Bardehle)

Peter Soellner bleibt als Gewerkschafter politisch tätig

Die Familie Soellner hat bei der Gemeinderatswahl ein beachtliches Ergebnis erzielt: Nicht nur wurde Peter Soellner von Listenplatz 13 auf sechs gehäufelt, sondern auch sein Sohn Martin Soellner machte einen Sprung nach vorne - von 19 auf neun. Und dennoch reichte es für beide nicht zum Einzug in den Gemeinderat, da ihre SPD im Vergleich zur 2014er-Wahl absackte und bloß noch vier Mandate errang. "Das hat mich schon sehr überrascht", sagt Peter Soellner über das Ergebnis, das für ihn zur Folge hat: Nach 36 Jahren im Gemeinderat wird der 71-Jährige dem neuen Gremium nicht mehr angehören.

Schon mit Anfang 20 ist Peter Soellner in die SPD eingetreten. 1981 zog der in München aufgewachsene Ingenieur mit Familie nach Taufkirchen, wo er sich dem dortigen Ortsverein anschloss und bereits 1984 als Bürgermeisterkandidat antrat. Zwar unterlag er dem Amtsinhaber Walter Riedle, jedoch zog Soellner in den Gemeinderat ein und wurde fünfmal wiedergewählt. Die Motivation für sein Engagement? "Ich wollte mich aktiv an der Gemeindeentwicklung beteiligen", sagt der SPD-Mann. Vor allem der Bereich Bauen und Gewerbe habe ihn interessiert.

Soellner war Vorsitzender der DJK Taufkirchen, kurz bevor der Verein mit dem SV fusionierte. 22 Jahre bekleidete er das Amt des Kirchenpflegers in der evangelischen Jerusalemkirche. All das habe "sehr viel Zeit beansprucht", sagt er. "Ich bin vor allem meiner Frau dankbar, dass sie so viel Verständnis dafür hatte." Nun wolle er sich verstärkt in der Gewerkschaft engagieren. Gerne sei er draußen unterwegs - beim Radfahren, Walken und Wandern.

© SZ vom 29.04.2020 / stä
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