Wenn Einsatzkräfte alarmiert werden, zählt oft jede Minute. Ein früher Blick aus der Luft kann helfen, die Lage schneller einzuschätzen, Einsatzorte präziser zu bestimmen und die anrückenden Kräfte gezielter zu unterstützen. In der Stadt München und in Heimstetten sind dafür bereits zwei automatisierte Drohnen im Einsatz. Nun wird das Projekt im Landkreis mit einer weiteren sogenannten Vorausdrohne ergänzt, die vom Rathausdach in Taufkirchen starten wird.
Wie das Landratsamt mitteilt, ist die Drohne vorerst vier Monate im Probebetrieb und noch nicht dauerhaft in Taufkirchen stationiert. Sie ergänzt die bereits laufende Testphase in Heimstetten. Das Ziel sei, zusätzliche Erfahrungen im praktischen Einsatz zu sammeln und zu prüfen, wie gut automatisierte Drohnensysteme die Feuerwehren bei der Lageerkundung unterstützen können.
Die Drohne fliegt automatisch oder manuell gestartet los, um bei einem unklaren Einsatzort, einem größeren Brandereignis, Verkehrsunfällen oder schwer einsehbarem Gelände hochauflösende Bilder aus der Luft liefern. Sie hat einen Einsatzradius von acht Kilometern um ihren Startpunkt. Die live in die Feuerwehreinsatzzentrale übermittelten Bilder können helfen, schneller zu entscheiden, welche Kräfte benötigt werden, welche Zufahrten sinnvoll sind oder ob besondere Gefahren bestehen.


