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Taufkirchen:Dolce genießt weiter das Vertrauen der SPD

Trotz des für ihn und seine Partei so enttäuschenden Ergebnisses bei der Kommunalwahl ist Matteo Dolce als Vorsitzender der Taufkirchner SPD wiedergewählt worden. Der 30-Jährige hatte sein Amt nach der Abstimmung am 15. März zur Verfügung gestellt, war nun aber abermals angetreten, um sich seine Führungsrolle in der Partei bestätigen zu lassen. Dies taten die Mitglieder, indem sie Dolce einstimmig zum Vorsitzenden wählten.

Überdies stand bei der Versammlung die Analyse der Kommunalwahl im Mittelpunkt, bei der nicht nur Dolce bereits in der ersten Runde dem Amtsinhaber Ullrich Sander (parteifrei) unterlegen gewesen war, sondern seine Sozialdemokraten holten auch ein Gemeinderatsmandat weniger als 2014 und büßten damit zwei Sitze in dem Gremium ein, nachdem Herbert Heigl 2019 aus der CSU ausgetreten war und sich der SPD-Fraktion angeschlossen hatte. Hinsichtlich der Bürgermeisterwahl sei ein Hauptproblem sein Alter gewesen, gibt Dolce das Ergebnis der Analyse wider. "Viele Bürger haben gesagt, der ist zwar gut, aber mit 30 Jahren noch zu jung."

Darüber hinaus habe die Corona-Pandemie "sicher nicht geholfen", sagt der SPD-Chef. "In Krisenzeiten hat der Amtsinhaber einen Bonus." Dass auch die Gemeinderatswahl enttäuschend für die SPD verlief, führen die Taufkirchner Genossen vornehmlich auf eine bundesweite Stimmung zurück, der man sich nicht habe entziehen können. "Wir glauben", sagt Dolce, "dass wir mit unserer sehr starken Präsenz im Wahlkampf und unserem hohen Einsatz über ein Jahr ein noch schlechteres Ergebnis verhindert haben."

© SZ vom 31.07.2020 / stä

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