BürgerentscheidTaufkirchen schiebt Sabel-Schulen den Riegel vor

Die Sabel-Schulen sollen von der Münchner Schwanthalerstraße nach Taufkirchen umziehen.
Die Sabel-Schulen sollen von der Münchner Schwanthalerstraße nach Taufkirchen umziehen. (Foto: Alessandra Schellnegger)

Bei einem Bürgerentscheid am Sonntagabend sprechen sich 64,3 Prozent der Taufkirchener gegen einen Umzug der Privatschulen von der Stadt München in die Gemeinde aus. Das Votum dürfte das endgültige Aus für das Vorhaben bedeuten.

Von Patrik Stäbler, Taufkirchen/München

Die Bevölkerung in Taufkirchen hat den Umzugsplänen der privaten Sabel-Schulen in ihre Gemeinde zumindest vorerst einen Riegel vorgeschoben. So stimmten beim Bürgerentscheid 64,3 Prozent der Wählerinnen und Wähler für einen Stopp des Bauleitplanverfahrens für den geplanten Bildungscampus auf dem Grundstück am Oberweg. Das vom Gemeinderat initiierte Ratsbegehren, das eine „ergebnisoffene“ Fortsetzung der Planung vorsah, befürworteten laut vorläufigem Endergebnis dagegen nur 38,7 Prozent. Bei der Stichfrage votierten 62,6 Prozent für den Planungsstopp und 37,4 Prozent für eine Weiterführung des Vorhabens. Insgesamt gaben 6330 Menschen ihre Stimme ab; die Wahlbeteiligung lag somit bei 48 Prozent.

Der Bürgerentscheid kommt rein rechtlich einem Gemeinderatsbeschluss gleich und ist für ein Jahr bindend. Der Stopp des Bauleitverfahrens dürfte jedoch das endgültige Aus für die Pläne der Sabel-Stiftung bedeuten. Sie wollte mit zwei Realschulen, der Fachober- und der Wirtschaftsschule aus München nach Taufkirchen umziehen; überdies sollte dort ein Gymnasium entstehen. Im Endausbau wäre der Campus auf 1200 Schülerinnen und Schüler sowie 250 Lehrkräfte ausgelegt gewesen. Gegen dieses Vorhaben machte eine von Anwohnenden gegründete Initiative mobil. Ihr Bürgerbegehren führte zum Bürgerentscheid, der nun also ein klares Votum gegen die Ansiedlung der Sabel-Schulen zutage gebracht hat.

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