Taufkirchen 40 Wohnungen, weniger Stellplätze

Die Gemeinde Taufkirchen wird am Riegerweg nur noch 40 preisgünstige Mietwohnungen bauen. Zuvor waren noch 50 Wohnungen vorgesehen, jedoch mangelte es am Platz, um die dafür vorgeschriebene Zahl an Parkplätzen zu errichten. In der Folge entschied der Gemeinderat, das Gebäude zu verkleinern, wodurch weniger Stellplätze nachzuweisen sind. Die Wohnungen will die Gemeinde zu einem Preis von 8,65 Euro je Quadratmeter vermieten - vor allem an Erzieherinnen, Pflegepersonal und Rathausmitarbeiter.

Nächstes Jahr sollen die Bauarbeiten beginnen. Das Gebäude wird sich direkt an den schon im Bau befindlichen Supermarkt anschließen, dessen Eröffnung heuer geplant ist. Der Gemeinderat hat nun einstimmig beschlossen, vor allem auf kleinere Wohneinheiten zu setzen: Knapp die Hälfte der Wohnungen werden zwei Zimmer haben; dazu kommen zwei Ein-Zimmer-Apartments sowie neun Drei- und elf Vier-Zimmer-Wohnungen. Kämmerer Jan Gradl, der vor seiner Hochzeit Jan Modrzinski hieß berichtete, auch der Geschäftsführer der Taufkirchner Wohnungsbaugesellschaft habe für eher kleinere Wohnungen plädiert. Die Drei-Zimmer-Wohnungen sollen auf Anraten des Behindertenbeauftragten rollstuhlgerecht ausgebaut werden.

Zudem lehnte eine Mehrheit es ab, den Energiestandard des Gebäudes von KfW-100 auf KfW-70 zu verschärfen. "Der Mieter würde im Jahr 80 Euro sparen, aber 70 Euro mehr Miete im Monat zahlen", rechnete Alfred Widmann (SPD) vor. Maximilian Löffelmeier (CSU) dagegen verwies darauf, dass sich die Mehrkosten binnen sechs Jahren amortisieren würden. Seiner Meinung schlossen sich aber bloß Ursula Schulze (FDP), Beatrice Brückmann (Initiative Lebenswertes Taufkirchen) und Gabi Zaglauer-Swoboda (Grüne) an.