Das Mühltal bei Straßlach ist ein Ort für Götter. Hier schleudert Göttervater Zeus seine Blitze, Meeresgott Poseidon erhebt seinen Dreizack, Aiolos als Herr der Winde und Sonnengott Helios ergänzen dieses energiegeladene Quartett. Bei einem Blick nach oben in der Schaltwarte des Wasserkraftwerks bei Straßlach-Dingharting sieht man ihre Stärke in einem Deckengemälde symbolkräftig vereint. Diese vier Figuren der griechischen Mythologie, hier seit mehr als hundert Jahren gruppiert um eine große Windrose, stehen für die Energiegewinnung an dieser Stelle. Und zeitlos wie Götter nun mal sind, haben sie an Aktualität nicht eingebüßt. So funktionieren erneuerbare Energien, heute intensiver genutzt denn je. Nur bei den Blitzen kann die Menschheit von den Göttern noch lernen.
SZ-Serie „Kraftorte“: das Wasserkraftwerk MühltalEnergiegeladene Götter unter sich
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Im Wasserkraftwerk Mühltal bei Straßlach-Dingharting wird unter den kritischen Blicken von Zeus, Poseidon und Co. seit 1924 Strom produziert. Die Wucht, die hier wirkt, ist im Krafthaus und an der Floßrutsche deutlich zu spüren.
Von Iris Hilberth, Straßlach-Dingharting

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