SZ-Serie "Die Weihnachtsmacher" Es werde Licht

Martin Graßberger beim Schmücken des Unterhachinger Weihnachtsbaums mit LED-Kerzen.

(Foto: Angelika Bardehle)

Martin Graßberger und sein Kollege sorgen in Unterhaching für die richtige Stimmung im Advent

Von Iris Hilberth, Unterhaching

2356 Lämpchen, hundert Stunden Arbeit: Martin Graßberger vom Unterhachinger Baubetriebshof weiß genau, wo er wie viele Lichter im Ort angebracht hat, damit die Gemeinde weihnachtlich leuchtet. Der Christbaum am Ortseingang an der Münchner Straße etwa hat 150 künstliche Kerzen erhalten, der am Hofmarkweg hingegen nur 60 und am Friedhof taten es auch 40. Wie viel Mühe das macht, zeigt allein, wie lange er mit seinem Kollegen mit Hubwagen unterwegs war. Zwei Wochen lang haben die beiden die fünf gemeindlichen Bäume geschmückt und die leuchtenden Sterne und Schweife an den Laternenmasten befestigt. Dabei waren sie dieses Jahr besonders schnell, eigentlich sind drei Wochen vorgesehen.

"Wir hatten diesmal wirklich Glück mit dem Wetter", sagt Graßberger. Die Temperaturen waren relativ mild, auch der Schnee ist bislang ausgeblieben. In anderen Jahren habe man sich dabei viel häufiger eiskalte Finger geholt, so der Gemeindemitarbeiter. Auch ist es schon vorgekommen, dass der Baubetriebshof all seine Männer für den Winterdienst brauchte und die Weihnachtsbeleuchtung warten musste. "Da geht die Verkehrssicherheit dann vor", betont Rathaussprecher Simon Hötzl. Gleichwohl ist den Unterhachingern die Einstimmung auf das Fest mit geschmückten Hauptstraßen und dekoriertem Ortszentrum offenbar wichtig. "In einem Jahr haben wir mal weniger aufgehängt, dann kamen gleich Beschwerden", erinnert sich Hötzl.

Inzwischen ist die über den Sommer im Baubetriebshof eingelagerte Deko komplett mit LED-Lampen ausgestattet. "Die gehen auch nicht so leicht kaputt", sagt Graßberger. Lediglich vier Leuchten hat er bei seiner Überprüfung vor der Montage austauschen müssen. Auch den Transport würden die aus Plastik gefertigten Lampen viel besser überstehen als die alten Glasbirnchen. Seit vergangenen Mittwoch ist alles montiert und noch mal getestet, sodass jetzt jeden Tag pünktlich um halb fünf Unterhaching weihnachtlich leuchtet. Einen Schalter bedienen muss dafür aber keiner mehr, die Lampen laufen über einen Trafo und sind mit einer Uhr geschaltet. Wer sich nun fragt, ob Martin Graßberger nicht genügend Lampen hatte, um den Christbaum an der Münchner Straße bis in die Spitze zu bestücken, der kann beruhigt werden: Das Licht ist Unterhaching nicht ausgegangen. Der Baum ist allerdings inzwischen so groß, dass die Bauhof- Mitarbeiter nicht mehr an die oberen Zweige herankommen. Vielleicht hilft nächstes Jahr die Feuerwehr.

In dieser Serie stellt die SZ jeden Tag Menschen vor, die der Vorweihnachtszeit zu ihrem besonderen Zauber verhelfen.