Nach Strommast-Bränden bei GarchingAnti-Terror-Zentralstelle übernimmt Ermittlungen

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Der Staatsschutz ermittelt nach zwei nächtlichen Bränden an Strommasten bei Garching. (Symbolbild).
Der Staatsschutz ermittelt nach zwei nächtlichen Bränden an Strommasten bei Garching. (Symbolbild). Christian Endt

In der Nacht auf Montag brennen bei Garching zwei Masten, in der Folge fällt in Teilen Ismanings zeitweise der Strom aus. Die Behörden gehen von politischer Tatmotivation aus – geprüft werden auch Parallelen zu früheren Anschlägen auf Infrastruktur

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Nach zwei nächtlichen Bränden an Strommasten bei Garching ermittelt inzwischen die bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus bei der Generalstaatsanwaltschaft München. Zunächst hatte der Staatsschutz der Münchner Kriminalpolizei wegen des Verdachts der Brandstiftung die Ermittlungen übernommen. „Aufgrund des Tatobjekts und der Tatmodalitäten ist von einer politischen Tatmotivation auszugehen, wobei die Ermittlungen in alle Richtungen geführt und auch mögliche Zusammenhänge mit früheren Vorfällen untersucht werden“, teilte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft München auf dpa-Anfrage mit.

Durch die Brände kam es nach aktuellem Ermittlungsstand zu einem kurzzeitigen Stromausfall in Teilen Ismanings. Gegen 3.50 Uhr in der Nacht auf Pfingstmontag ging bei der Feuerwehr München-Land die Meldung über einen brennenden Strommast ein, berichten die Beamten. Kurz nach Eintreffen der Einsatzkräfte stellten diese gegen 4.10 Uhr einen weiteren Brand an einem zweiten Strommast südöstlich des ersten Brandorts fest.

Beide Feuer konnten rasch gelöscht werden. Die Schadenshöhe ist noch nicht bekannt. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sprach bereits wenige Stunden nach der Tat von Manipulation. „Die bisherigen Erkenntnisse deuten klar auf Sabotage hin“, sagte Herrmann. Die Behörden gehen aufgrund des Schadensbildes von Brandstiftung aus. Neben der Münchner Polizei waren bei den Fahndungsmaßnahmen auch Kräfte des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord im Einsatz.

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Die Polizei sucht Zeugen, die nach 3 Uhr im Bereich der Ausfahrt Garching-Nord an der Autobahn A 9, der Freisinger Landstraße sowie im Wald- und Feldgebiet zwischen Garching, dem Forschungszentrum und der Isar verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben. Hinweise nimmt das Polizeipräsidium München, Kriminalfachdezernat 4 unter der Telefonnummer 089/29100, oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

In München waren in den zurückliegenden Jahren mehrfach wichtige Infrastruktureinrichtungen Ziele von Brandanschlägen. So fiel beispielsweise im Mai 2021 großflächig der Strom in der Landeshauptstadt aus, nachdem in einer Baugrube rund 50 Stromkabel der Mittelspannung durch ein offenbar absichtlich gelegtes Feuer zerstört worden waren. Ermittler ordnen viele dieser Fälle Tätern aus dem linksextremen Spektrum zu, ohne die Taten konkreten Personen nachweisen zu können.

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