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Straßlach-Dingharting:Kampf der Fliegenplage

Baumangel am Dach der Grundschule wird behoben

Die Entwicklung von Insekten steht zwar im Heimat- und Sachunterricht der dritten und vierten Jahrgangsstufen auf dem Lehrplan. Dass aber Unmengen von Fliegen auf Tischen, Böden, Stühlen und Fensterbänken landen, ist dann doch eher unangenehm denn lehrreich. In der Grundschule Straßlach fielen "Tausende von der Decke", wie Bürgermeister Hans Sienerth (parteifrei) in der jüngsten Gemeinderatssitzung berichtete. Kein neues Problem im oberen Klassenzimmer des Erweiterungsbaus, aber jetzt soll es endlich behoben werden. Der Gemeinderat stimmte einer Dachsanierung in den Sommerferien zu.

Schon nach der Fertigstellung des dritten Gebäudekomplexes der Schule vor knapp zehn Jahren wurde bald klar: Hier hat jemand gepfuscht. Das Dach war offenbar fehlerhaft konstruiert worden. "Aber keiner wollte es gewesen sein", sagte der Bürgermeister. Es stellte sich schließlich heraus, dass die Dampfsperre, die sich unter der Akustikdecke befindet, unsauber verlegt worden war. Dadurch konnte offenbar Feuchtigkeit eindringen und so bot die Dämmwolle ideale Bedingungen als Brutstätte für Insekten.

Gerne hätte die Gemeinde die Schüler und Lehrer schon viel früher von der Fliegenplage im Klassenzimmer befreit. Doch zog sich die Auseinandersetzung mit zwei Baufirmen und dem Architekten laut Bürgermeister fünf Jahre lang hin. Und so lange konnte die Gemeinde an dem Gebäude nichts verändern. Letztlich aber führte eine Nachlässigkeit des Architekten dazu, dass nun die Gemeinde nicht selbst für die Sanierung des Dachs aufkommen muss. Der hat nämlich für das Projekt bis heute noch keine Schlussrechnung gestellt. "Damit ist die Gewährleistungsfrist nicht abgelaufen", so Sienerth. Für knapp 37 000 Euro lässt die Gemeinde jetzt das Dach sanieren, hinzu kommen 18 000 für das Gerüst. Sienerth hofft: "Zum neuen Schuljahr soll der Spuk vorbei sein."