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Station von U1 und U2 gesperrt:Feueralarm im Hauptbahnhof

Eine Stunde lang konnten die Linien U1 und U2 am Morgen den Hauptbahnhof nicht anfahren. Der Grund: "Rauchentwicklung" am Bahnsteig. Doch am Ende war alles nur halb so schlimm.

Mit einem Großaufgebot von über 30 Fahrzeugen und 70 Einsatzkräften rückte die Berufsfeuerwehr am Montagmorgen am Hauptbahnhof an - ein Passant hatte eine "Rauchentwicklung" im U-Bahnhof von U 1 und U2 gemeldet.

Münchner U-Bahn nach Betriebsschluß, 2007

Die U-Bahnstation Hauptbahnhof konnte von den Linien U1 und U2 am Morgen nicht angefahren werden. Der Grund: Feueralarm. (Archivbild)

(Foto: Stephan Rumpf)

Letztlich stellte sich der Großalarm aber als harmlos heraus: Ein Zwei-Komponenten-Abdichtmittel, das Arbeiter in einem offen gelassenen Kübel aufbewahrt hatten, hatte mit der Luft reagiert und so den Brandgeruch verursacht. Da aber von der Meldungslage her auch ein Brand nicht ausgeschlossen werden konnte, rückte die Feuerwehr mit mehreren Löschzügen, Großlüftern, Spezialfahrzeugen mit Atemschutztechnik und sogar einer fahrbaren Kommandozentrale an - alles, was die Stadt für den Fall eines schweren Brands in einem U-Bahn-Tunnel vorhält.

"Der Hauptbahnhof ist ein stark von Pendlern frequentierter Bereich", erklärte ein Sprecher der Branddirektion. "Da schicken wir bei einer solchen Meldung vorsichtshalber die ganze Armada hin."

Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) erklärte, die Arbeiter einer mit den Ausbesserungsarbeiten zwischen Sendlinger Tor und Hauptbahnhof beauftragten Firma hätten gegen Sicherheitsvorschriften verstoßen. "Wir prüfen, ob und wie wir gegen den Verstoß und den daraus resultierenden Schaden vorgehen", sagte ein MVG-Sprecher.

Bis die Feuerwehrler den Kübel als Ursache für den Brandgeruch entdeckt hatten, dauerte es etwa eine Stunde. Deshalb konnten die U-Bahnen der Linien U1 und U2 von 5:20 bis 6:20 Uhr den Hauptbahnhof nicht anfahren. Von Süden kommend wendeten sie am Sendlinger Tor; von Norden kommend war für die Fahrzeuge der U1 am Stiglmaierplatz Schluss, für die Bahnen der U2 bereits am Josephsplatz.

Die Haltestellen Theresienwiese und Königsplatz steuerten laut MVG Ersatzbusse an. Von 6.20 Uhr an rollte der Verkehr dann wieder.

© SZ vom 22.02.2011/tob
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