Städtebau:Smartes Oberschleißheim

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Gemeinde beteiligt sich an Modellprojekt mit der Nord-Allianz

Von Klaus Bachhuber, Oberschleißheim

In einem interkommunalen Modellprojekt mit der Nord-Allianz will Oberschleißheim eine Digitalisierungsstrategie beim Städtebau und der Mobilität entwickeln. Der Gemeinderat hat den Beitritt zu dem Modellprojekt gebilligt, wenn auch mit einigen Bedenken und bei einer Gegenstimme. In dem Projekt "Smart Cities, Smart Regions" sollen mit den zuständigen Landesbehörden "kommunale Digitalisierungsstrategien für Städtebau und Mobilität der Zukunft" praxisnah und regionalbezogen entwickelt werden. Die Maßnahme soll Leitlinien zur digitalen Entwicklung der Region erstellen und mögliche Umsetzungsprojekte definieren.

Der thematische Schwerpunkt der Nord-Allianz-Strategie liegt auf den Bereichen Verkehr und Mobilität, Wohnen und "Open Data". Für die Region werden insbesondere die Integration von Sharing-Angeboten, die Stärkung des Radverkehrs, die Integration von On-Demand-Angeboten sowie die Integration und Optimierung neuer Mobilitätsformen in Wohn- und Gewerbegebieten einen Schwerpunkt bilden. Auch integrierte und nachhaltige Wohnkonzepte wie beispielsweise Mehrgenerationen-Wohnen sollen über neue digitale Lösungen integriert und optimiert werden. Themenfelder sind hier Smart Homes, Nachbarschaftsnetzwerke, Einkaufshilfen oder die Last-Mile-Logistik im Quartier.

Casimir Katz von der FDP meldete grundsätzliche Vorbehalte gegen derartige Modellprojekte an. "Wenn was wirklich nötig ist, macht man's auch ohne Förderprogramm", sagte er. Gerade beim Verkehrsthema brauche es "nicht tolle neue Gedanken, weil wir meistens nicht umsetzen können, was wir an Plänen schon haben". Dies gelte etwa für den Radverkehr, sagte der gemeindliche Fahrradbeauftragte Katz, für den seitenweise Konzepte vorlägen, aber jede einzelne Maßnahme auf Vorbehalte und Widerstände stoße. Gegen die Teilnahme votierte Hans Negele (FW). Er habe sich mit dem Projekt nicht auseinandersetzen wollen, sagte er, "da waren mir zu viele Fremdwörter drin". Zudem sei "Corona der falsche Zeitpunkt, so was auf den Weg zu bringen". Bürgermeister Markus Böck (CSU) sagte, es gebe "auch eine Zeit nach Corona", da dürfe man "nicht alles liegenlassen".

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