Der junge Fußballtrainer hat immer und immer wieder sein Konto überprüft. Aber da war nichts. Keine Überweisung, kein Gehalt von seinem Arbeitgeber, seinem Fußballverein. Sechs Monate lang ging das so. Auf freundliche Nachfragen, auf Anmahnungen und Zahlungsaufforderungen folgten nur Vertröstungen und Hinhalten. Dann hat er gekündigt. Leicht fiel ihm das nicht. Wie ihm ging es im vergangenen halben Jahr vielen Mitarbeitern und Trainern der Spielvereinigung Unterhaching. Mehr als 15 sollen den Verein verlassen haben. Sie sind persönlich enttäuscht und sie warten zum Teil noch immer auf ihr Geld. Einige haben sich an die SZ gewandt. Es sind Minijobber darunter, aber auch Vollzeitkräfte. Manfred Schwabl, der Präsident des Vereins, sieht in den zahlreichen Kündigungen überhaupt nichts Besonderes. Er sagt: „Das ist kein Novum, und da braucht man auch nichts reininterpretieren.“
Regionalligist in der KriseKündigungswelle bei der SpVgg Unterhaching
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Flutlichtstimmung in Unterhaching muss trotz aller personellen Turbulenzen im Verein natürlich noch keine Abenddämmerung um Präsident Manfred Schwabl bedeuten.
Oryk Haist/ImagoDer Münchner Vorstadtklub ist mal wieder knapp bei Kasse. Mehr als 15 Mitarbeiter haben monatelang kein Gehalt bekommen und gekündigt. Präsident Schwabl vertröstet und setzt auf einen neuen „wirtschaftlichen Mitspieler“.
Von Iris Hilberth, Unterhaching
