Agrarwende von unten:Die Revolution frisst ihre Erzeuger

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"Irgendwie ist es aus dem Ruder gelaufen": Siggi Fuchs (Mitte), der Erfinder der Waldgärten in Höhenkirchen-Siegertsbrunn, stellt Ende Dezember die Belieferung seiner 180 Kunden ein. (Foto: Claus Schunk)

Das Prinzip der solidarischen Landwirtschaft findet immer mehr Nachahmer. Inzwischen läuft die Idee von der Partnerschaft zwischen Konsumenten und regionalen Produzenten gar so gut, dass einer ihrer Pioniere aufgibt.

Von Michael Morosow und Patrik Stäbler, Höhenkirchen-Siegertsbrunn/Pullach

Sein Geschäft sei "nie besser gelaufen", sagt Siggi Fuchs. "Die Nachfrage ist so groß, dass ich sie gar nicht bedienen kann." Diese Sätze lassen aufhorchen, denn eigentlich will der Gärtner gerade erläutern, wieso er zum Jahresende einen Schlussstrich unter seine solidarische Landwirtschaft namens Waldgärtner in Höhenkirchen-Siegertsbrunn zieht. Landwirtschaftliche Betriebe wie Gärtnereien, die regelmäßig Kisten mit frischem Biogemüse an ihre Kundschaft liefern, gibt es inzwischen mehrere in der Region, so hat sich erst unlängst eine Initiative im Isartal gegründet.

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