An der A 96 in Gräfelfing gibt es eine neue Schnellladestation für Elektroautos. Sie steht auf dem Parkplatz des Elektromarkts an der Pasinger Straße 94, in dessen Nachbarschaft es auch einen Bio- und einen Supermarkt gibt. Drei Ladesäulen mit je zwei Ladepunkten und einer Leistung von insgesamt bis zu 300 Kilowatt sollen den etwa 20-minütigen Ladevorgang während des Einkaufs ermöglichen.
Die am Freitag eröffnete Gräfelfinger Station ist der Pilotstandort der Firma Electra, die nach eigenen Aussagen bereits in Frankreich und Belgien Marktführer ist, in Deutschland. Electra sei einer der Anbieter, der es Kunden ermöglicht, einen Ladeplatz vorab zu reservieren, sagt Lucas Schwenk, Sprecher der Firma, die ihren Deutschland-Sitz in München hat. Kunden müssten dafür eine App auf ihrem Mobiltelefon installieren. Ohne Reservierung sei es Glücksache, einen freien Ladeplatz zu erwischen.
Die Station nahe der Autobahnauffahrt Gräfelfing soll der Auftakt einer „Expansionsoffensive in Deutschland“ sein, wie es in einer Pressemitteilung von Electra heißt. Laut Schwenk sind aktuell zwölf weitere Stationen im Bau. Bis 2026 seien über 30 Ladeparks geplant. Gräfelfings Bürgermeister Peter Köstler (CSU) begrüßte die neue Ladestation als „ideale Ergänzung unserer gemeindeeigenen Ladeinfrastruktur im Ortsbereich“.
In einer früheren Fassung war der Name von Firmensprecher Lucas Schwenk falsch geschrieben. Außerdem hieß es irrtümlich, die Firma Electra sei der erste Anbieter, der eine Reservierung von Ladeplätzen ermöglicht.

