Viermal macht es mechanisch klack. Also klack, klack, klack, klack. Dann springt die Turmuhr auf zwölf, die Glocke schlägt. Für einen Moment hält die kleine Besuchergruppe im zweiten Stock des Turms inne. „Da haben wir wirklich einen wilhelminischen Moment“, sagt Kunsthistorikerin Theresa Häusl. Sie führt durch das Alte Schloss Schleißheim, in dem noch Spuren von Wilhelm V. zu finden sind. Also jenes Wittelsbachers, der sich als Erster ausgerechnet in der damaligen, verlassenen Moorgegend nördlich von München niederließ, eines traditionellen herrschaftlichen Jagdreviers. Dort ließ sich der Herzog seinen Alterssitz errichten und einen Ort, an dem er die höfische mit der religiösen Welt auf einzigartige Weise verband.
Bayerische GeschichteDie Alchemisten von Oberschleißheim
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Vor 400 Jahren starb Herzog Wilhelm V. von Bayern. Mit dem Alten Schloss in Schleißheim, in dem er Kunst, Religion und Landwirtschaft verband, legten er und sein Sohn Maximilian I. den Grundstein für die imposante Anlage nördlich von München.
Von Bernhard Lohr, Oberschleißheim
