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Schäftlarn:Klimaschutz für zwei Gemeinden

Schäftlarn und Straßlach schaffen Stelle eines Umweltmanagers

Von Marie Hesslinger, Schäftlarn

Die Gemeinden Straßlach und Schäftlarn wollen im kommenden Jahr gemeinsam einen Klimaschutzreferenten einstellen. Für dieses Vorhaben hat sich der Schäftlarner Gemeinderat am Mittwoch einstimmig ausgesprochen. Die Straßlacher Gemeinderäte hatten bereits im September dafür votiert.

Der oder die Klimaschutzbeauftragte soll die Klimaschutzziele der 29 Gemeinden im Landkreis München umsetzen: Umweltbildung, Verkehr und Energieberatung stehen auf dem Programm der Initiative, die sich 29++ nennt. Auf dieser Basis solle für Schäftlarn ein Klimaschutzkonzept erarbeitet werden, sagte Bürgermeister Christian Fürst (CSU). Der Klimaschutzreferent werde für die Gemeinde eigene Projekte initiieren. Er soll private, gewerbliche und kommunale Akteure im Bereich Klima- und Umweltschutz zusammenbringen und den Umwelt- und Mobilitätsausschuss betreuen.

Insbesondere Grüne und Gemeindeunion begrüßten Fürsts Vorschlag. Sie hatten im Wahlkampf selbst für die Schaffung einer solchen Stelle geworben. Fürst wurde seinerseits im Sommer von seinem Straßlacher Amtskollegen Hans Sienerth auf eine Kooperation angesprochen. Straßlach-Dingharting und Schäftlarn wollen die Stelle gemeinsam ausschreiben. Die beiden Gemeinden gehen davon aus, dass es leichter sei, einen Beschäftigten für eine Vollzeitstelle anstatt für zwei Teilzeitstellen zu finden. Die Tätigkeit wird voraussichtlich mit 65 Prozent staatlich gefördert, zunächst für drei Jahre. Beide Gemeinden würden im Jahr jeweils 38 500 Euro brutto bezahlen. Der Arbeitsvertrag soll auf zwei Jahre befristet werden, mit Aussicht auf eine Verlängerung um weitere drei Jahre. Von März 2021 an soll die Stelle besetzt sein.

In größeren Gemeinden des Landkreises München, wie Pullach oder Haar, gibt es bereits Klimaschutzmanager. Im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen haben die Städte Wolfratshausen, Geretsried und Bad Tölz Beauftragte für Energie oder Nachhaltigkeit. "Die kleinen Gemeinden ziehen jetzt immer mehr nach", sagte Schäftlarns Geschäftsleiter Stefan Wallner. Auch Baierbrunn soll in Schäftlarn die Anfrage nach einer Kooperation gestellt haben. Straßlach sei aber schneller gewesen.

© SZ vom 21.11.2020

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