Verkehr im Münchner SüdenWeichenstellung zur Problembehebung

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Kleine Störungen können die S7 schnell aus dem Takt bringen.
Kleine Störungen können die S7 schnell aus dem Takt bringen. (Foto: Hartmut Pöstges)

Bahn äußert sich zur Zuverlässigkeitsmisere der Linie S 7 und verspricht zeitnahen Austausch mit Anrainerkommunen.

Es gibt Probleme, aber ganz so dramatisch ist die Lage auch nicht: So in etwa lässt sich die Stellungnahme der Deutschen Bahn als Antwort auf die aktuelle Kritik an der suboptimalen Situation entlang der S7-Strecke lesen. Baierbrunns Rathauschef Patrick Ott (ÜWG) hatte in Absprache mit anderen Bürgermeistern und nach massiven Beschwerden von Fahrgästen ein entsprechendes Schreiben verfasst.

Ein Grundproblem der S7 sei, so heißt es, dass sie durch den langen eingleisigen Abschnitt anfälliger für Verspätungen sei und kleine Störungen schnell Kettenreaktionen auslösen könnten. „Daher haben wir uns mit dem Freistaat und den Anrainerkommunen entschieden, die Linie aufzuteilen“, erklärt ein Bahnsprecher die Abkoppelung der S7 von der Stammstrecke im Dezember 2024. Dies habe im ersten Halbjahr spürbar Wirkung gezeigt: „Nach dem Fahrplanwechsel stieg die Pünktlichkeit im Vergleich zum Zeitraum direkt vor dem Fahrplanwechsel um bis zu zehn Prozentpunkte. Auch im Vergleich der ersten Monate mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum lag die S7 rund vier Prozentpunkte besser – trotz größerer Infrastruktureinschränkungen.“ Insgesamt habe die S 7 im Vergleich der insgesamt zwölf Linien-Äste im ersten Halbjahr 2025 den vierten Platz belegt: „Die Aufteilung hat sich also nachweisbar bewährt.“

Trotzdem sei klar, so der Bahnsprecher, „dass wir gerade in letzter Zeit nicht die Qualität und Zuverlässigkeit bieten, die unsere Fahrgäste erwarten. Seit Juni hat sich die Pünktlichkeit der S7 deutlich verschlechtert, vor allem wegen infrastruktureller Einschränkungen wie Langsamfahrstellen und Störungen.“ Zwischenzeitlich aufgetretene Probleme an den Fahrzeugen der Baureihe ET 424 seien indes behoben worden: „Mit dem Tausch von Türantrieben und dem Nachjustieren der Schiebetritte hat sich die Verfügbarkeit der Fahrzeuge wieder normalisiert.“ Der Bahn seien Offenheit und Transparenz wichtig, betont der Bahnsprecher:  „Deswegen suchen wir zeitnah den persönlichen Austausch mit den Anrainerkommunen“.

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