Die Debatte über die Brandmauer zur AfD ist in der Union wieder aufgeflammt, nachdem die ehemaligen CDU-Politiker Peter Tauber und Andreas Rödder sowie Karl Theodor zu Guttenberg von der CSU angeregt haben, man sollte über neue rote Linien nachdenken, die grundsätzlich auch Beschlüsse mit Stimmen der zumindest in Teilen rechtsextremen Partei erlauben. Das zielte insbesondere auf die CDU und auf die kommenden Landtagswahlen im Osten ab. Aber auch bei der CSU gibt es Ortsverbände, die sich für eine Aufweichung des Unvereinbarkeitsbeschlusses einsetzen. Die Kreisvorsitzenden in den Landkreisen rund um München allerdings lehnen eine Annäherung an die AfD durchweg ab – auch wenn manche sich mit dem Begriff schwertun und darauf verweisen, dass in den kommunalen Gremien andere Spielregeln gelten als im Landtag oder im Bundestag.
Umgang mit der AfDIn den Kreistagen steht die Brandmauer
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Die CSU-Kreisvorsitzenden aus dem Münchner Umland lehnen eine Annäherung an die AfD durchweg ab. In den kommunalen Gremien ist die Partei bisher aber ohnehin schwach vertreten – und politisch häufig untätig.
Von SZ-Autorinnen und -Autoren

Debatte um Brandmauer:Söder: Union darf nie „Steigbügelhalter“ für die AfD sein
Der CSU-Chef schließt eine Zusammenarbeit mit der Rechts-außen-Partei kategorisch aus. Während CDU-Chef Friedrich Merz mit dem Brandmauer-Begriff hadert, fordert Markus Söder „kein Wackeln, kein Weichen, kein Diskutieren“.
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