Putzbrunn:Großspende für das neue Kinderheim

Putzbrunn, Clemens-Maria-Kinderheim

Das Clemens-Maria-Kinderheim in Putzbrunn soll durch einen Neubau ersetzt werden.

(Foto: Angelika Bardehle)

Ein Ehepaar unterstützt die Baupläne der Katholischen Jugendfürsorge mit 250 000 Euro

Das Clemens-Maria-Kinderheim in Putzbrunn profitiert von einer Spende im sechsstelligen Bereich. Damit kann der dringend benötigte Neubau der Heilpädagogischen Tagesstätte forciert werden. Das Ehepaar Renate und Robert Schmucker hat mit der Schirmherrin des Bauprojekts, der bayerischen Bau- und Verkehrsministerin Kerstin Schreyer, an die Gesamtleiterin des Kinderheims, Sabine Kotrel-Vogel, einen Scheck in Höhe von 250 000 Euro überreicht. Die Familie Schmucker, Gründer der Findelkind-Sozialstiftung, ist dem Clemens-Maria-Kinderheim an der Theodor-Heuss-Straße in Putzbrunn seit vielen Jahren eng verbunden und hat es über ihre Stiftung schon früher durch Spenden unterstützt.

Die Tagesstätte ist eine Einrichtung der Katholischen Jugendfürsorge im Erzbistum München und Freising. Sie besteht derzeit aus drei Gruppen mit jeweils neun Plätzen. Diese Gruppen befinden sich zum Teil in unterschiedlichen Gebäuden. Das Hauptgebäude wurde laut einer Mitteilung des Trägers in den frühen Achtzigerjahren für zwei Gruppen erstellt und hauptsächlich als Stadtranderholung für Kinder genutzt. Das Haus hat nur eine dünne Bodenplatte, ungedämmte Wände, alte Sanitärräume und eine unzureichende technische Ausstattung. Eine Sanierung des Gebäudes sei als unwirtschaftlich eingeschätzt worden, heißt es in der Mitteilung. Ohne einen Neubau könnte die Tagesstätte nicht weitergeführt werden. Aufgrund eines zunehmenden, langfristigen Bedarfs an Plätzen in Heilpädagogischen Tagesstätten wurde außerdem die Einrichtung einer dritten Gruppe nötig. Geplant ist, die Gruppen in einem Gebäude zusammenzuführen, um fachliche Synergieeffekte zu nutzen. Die Gruppen sollen eine kindgerechte Umgebung erhalten.

Neben den Büros für das pädagogische Personal und den hauswirtschaftlichen sowie sanitären Räumlichkeiten bietet die Tagesstätte einen Besprechungsraum für Eltern- und Entwicklungsgespräche an. Die Räumlichkeiten sind dem Bericht zufolge unter gruppenpädagogischen Prämissen ausgestattet und gestaltet, wobei großer Wert auf ein kindgerechtes Ambiente gelegt wird.

Durch den Neubau wird die energetisch und ökologisch ungünstige Ölheizung durch einen Anschluss an die Fernwärme ersetzt. "Das Haus soll möglichst lange erhalten werden können und der nachfolgenden Generation keine Sondermülllasten hinterlassen", sagt die Sprecherin der Katholischen Jugendfürsorge, Gabriele Heigl. "Es wird nachhaltig und konsequent ökologisch ohne Kunststoffe in Holzmassivbauweise durch einen regionalen Anbieter gebaut werden."

Das Clemens-Maria-Kinderheim betreut Kinder und Jugendliche, die Unterstützung auf dem Weg in die Selbstständigkeit benötigen, oder solche, deren Eltern ihrem Erziehungsauftrag nicht nachkommen können. Fachkräfte bieten eine familienähnliche Struktur und fördern bei Entwicklungsrückständen und Verhaltensauffälligkeiten durch pädagogische Betreuung und Begleitung.

In Putzbrunn, Aying und München bietet die Einrichtung Betreuungsmöglichkeiten in heilpädagogischen, heilpädagogisch-integrativen Familienwohngruppen und in zwei Inobhutnahme-Gruppen für Kinder und Jugendlichen im Alter von drei bis 18 Jahren.

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