Putzbrunn AfD ante portas

Nur auf den ersten Blick könnte man auf die Idee kommen, dass es bei der anstehenden Kommunalwahl in Putzbrunn um nicht sehr viel geht. Das Bürgermeisteramt ist bis 2024 vergeben, weil Edwin Klostermeier (SPD) bereits im März 2018 im ersten Wahlgang seinen Posten verteidigte. Allerdings verlor der Sozialdemokrat über 17 Prozent, rettete sich mit 53,0 Prozent vor einer drohenden Stichwahl. Der Rückhalt in der Bevölkerung ist also zurückgegangen, sollte nun auch die Wahl des Gemeinderates 2020 für die Partei des Amtsinhabers schlecht ausgehen, dürfte es zunehmend schwierig werden, Mehrheiten zu finden.

Aktuell sitzen lediglich vier SPD-Räte im Gremium, 2014 hatte man zwei Mandate im Vergleich zu 2008 eingebüßt; dazu kommen zwei Grüne. Stärkste Fraktion ist derzeit die CSU (sechs Sitze), gefolgt von der Gemeinschaft pro Putzbrunn (GPP), die fünf Gemeinderäte stellt und oftmals ähnlich argumentiert wie die beiden Vertreter der Freien Wähler Gemeinschaft (FWG). Schon jetzt herrscht im Gremium eine bisweilen gereizte Atmosphäre, viele banal erscheinende Diskussionen werden manchmal ewig in die Länge gezogen und erbittert geführt. Es wird sich zeigen, inwieweit sich das Klima verändert, sollte künftig auch die AfD im Putzbrunner Gemeinderat vertreten sein.