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Pullach:Zu früh für Gedenkstein

Die Corona-Pandemie diktiert das gesellschaftliche Zusammenleben auch in der Gemeinde Pullach, sie sei gar die größte Herausforderung unserer Gesellschaft seit dem Zweiten Weltkrieg, sagte Christine Eisenmann, als sie den Antrag der CSU-Fraktion begründete, wonach sich die Gemeinde 10 000 Euro für einen anonymen Gedenkstein für die mit oder durch Corona verstorbenen Gemeindebürger leisten solle. Der Antrag wurde zurückgestellt mit der Begründung, ein Ende der Pandemie sei derzeit nicht absehbar und somit könne auch die endgültige Auswirkung auf die Bevölkerung in Pullach noch nicht abgeschätzt werden. Vorgeschlagen ist ein anonymer Gedenkstein, der auf dem Friedhofsgelände platziert werden könnte. Es gelte zu berücksichtigen, dass sich aus dem Ort der Aufstellung, Material, Größe, Form und Art des Steins sowie der Beschriftung und dem gewählten Text ein Gesamtkontext ergibt, der dem gesamten Ausmaß der Pandemie in Pullach nach ihrem Ende gerecht werden soll, ließ die Verwaltung verlauten.

© SZ vom 31.03.2021 / mm
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