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Pullach:Sterben wird teurer

Pullach erhöht die Gebühren für den umgestalteten Friedhof

Am 5. April um 17 Uhr wird der für rund 5,4 Millionen Euro neu gestaltete Friedhof in Pullach eingeweiht und die Gebäude können besichtigt werden. An diesem Tag tritt auch die neue Friedhofsgebührensatzung in Kraft, die der Gemeinderat am Dienstagabend abgesegnet hat. Der Tod kostet somit mehr als nach der alten Version der Satzung, die noch aus dem Jahr 2004 stammte. Für Bestattungen von Erwachsenen werden 836 Euro fällig. Für Kinder bis zwölf Jahre zahlt man 711 Euro. Die Bestattung von Urnen ist günstiger und auch immer begehrter. Gleich ob in einem Erdgrab oder in einer Urnennische kostet diese Beisetzung 430 Euro.

Jeden Tag, den der Verstorbene vorher noch im Leichenhaus liegt, kostet weitere 120 Euro, die Benutzung der Kühlung 30 Euro. Meist seien das nur drei Tage, gab Andrea Rohde, Leiterin des Amtes für öffentliche Sicherheit und Ordnung und auch für den Friedhof zuständig, im Gemeinderat Auskunft. Cornelia Zechmeister von "Wir in Pullach" war besorgt über die hohen Kosten für die Angehörigen. Nach dem Tod sei die Leiche meist beim Beerdigungsinstitut, so Rohde, erst kurz vor der Beerdigung komme sie ins Leichenhaus auf dem Friedhof. Kosten entstehen aber auch beim Beerdigungsinstitut.

Dazu kommen dann die Grabnutzungsgebühren. Der Gemeinderat entschied sich für die Variante 70 Prozent, das heißt, die Gemeinde trägt 30 Prozent der Kosten. Für ein Einzelgrab über zehn Jahre zahlt man im alten Teil künftig rund 480 Euro, nach der alten Satzung waren es 420 Euro. Ein anonymes Urnenerdgrab kann bereits für 160 Euro erworben werden. Sehr begehrt sind die Plätze in Urnenschaugängen, die daher bei der Umgestaltung des Friedhofs berücksichtigt wurden. Sie kosten zwischen 530 und rund 1560 Euro je nach Größe. Ein Urnenschaugang und zwei Kolumbarien, die Urnen enthalten, sind neben der neuen Aussegnungshalle und weiteren neuen Friedhofsgebäuden die Neuheiten auf dem Pullacher Friedhof, die vielleicht dazu beitragen werden, dass die Bürger die Verteuerung der Bestattungen akzeptieren werden.

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