Bürgermeisterwahl in PullachZwei Frauen machen Susanna Tausendfreund Konkurrrenz

Lesezeit: 2 Min.

Die dritte im Bunde: Ulrike Barth kandidiert bei der Bürgermeisterwahl in Pullach für die SPD.
Die dritte im Bunde: Ulrike Barth kandidiert bei der Bürgermeisterwahl in Pullach für die SPD. ANJA KIEBLER

Die Pullacher SPD nominiert die parteilose Ulrike Barth als Bürgermeisterkandidatin. Die  57-Jährige ist neben der Grünen-Amtsinhaberin und Christine Eisenmann von der CSU die dritte Bewerberin für das Amt.

Von Daniela Bode, Pullach

In Pullach konkurrieren drei Frauen um das Bürgermeisteramt. Die SPD hat die parteilose Ulrike Barth als Kandidatin nominiert; die 57-Jährige ist damit die dritte Bewerberin neben Amtsinhaberin Susanna Tausendfreund (Grüne) und der CSU-Fraktionsvorsitzenden Christine Eisenmann.

Bisher agierte Barth, die beruflich allem für Organisation und IT zuständig ist, politisch eher im Hintergrund. Jetzt will die Mutter zweier erwachsener Kinder nach vorn. Mit der SPD kam Ulrike Barth in Kontakt, weil ihr Mann Christian Barth seit acht Jahren im Pullacher Ortsverein aktiv ist, mittlerweile als zweiter Vorsitzender. Ein Grund, sich stärker einzubringen, sei das Bürgerbegehren gegen den kommunalen Wohnungsbau in der Heilmannstraße vor einigen Jahren gewesen. Sie fand es damals empörend, dass bezahlbarer Wohnraum verhindert werden sollte.

Ulrike Barth nahm an Klausurtagungen der örtlichen SPD teil und landete bereits bei der vergangenen Kommunalwahl auf der Liste der Pullacher Sozialdemokraten für den Gemeinderat.  Bei den Vorbereitungen für die Kommunalwahl im März 2026 kam irgendwann die Idee auf, ob sie nicht Bürgermeisterkandidatin werden wolle. Nach einiger Bedenkzeit habe sie gesagt: „Ok, ich mach’s.“

Barth kennt Pullach seit 1985, ihr Mann kommt hierher, seit 2001 wohnt auch sie in der Gemeinde. Und sie hat klare Vorstellungen, wofür sie sich einsetzen will. Vor allem möchte sie den Ortskern stärken, der ihr schon immer gefallen habe, schließlich stammt sie ursprünglich aus Ottobrunn, wo es ein künstliches Zentrum gibt. „Es wäre schön, wenn sich der Treffpunkt vom Kirchplatz bis zum Bahnhof erstrecken würde“, sagt die 57-Jährige.  Wenn Leute mit der S-Bahn ankommen, sollten sie denken: „Wow, das ist cool!“

Außerdem möchte Barth ein Verkehrskonzept auf die Beine stellen, um insbesondere die Situation an der Grundschule und am Gymnasium zu den morgendlichen Stoßzeiten zu entlasten. Ihr geht es nach eigenen Worten darum, „die Sicherheit und die Selbständigkeit der Kinder zu fördern“. Im Rathaus wolle sie sich dafür einsetzen, dass Vorhaben schneller vorankommen. „Pullach hat viele gute Ideen, es werden Beschlüsse gefasst“, sagt sie, „aber es dauert oft Jahre, sie umzusetzen.“

Derzeit hat die SPD nur zwei Sitze im Gemeinderat. Auch wisse sie um die Beliebtheit von Bürgermeisterin Tausendfreund, die aus Pullach kommt, sagt Barth. „Es wird sehr sehr schwer, aber man sollte keine Chance ungenutzt lassen.“ Falls es nicht klappt mit dem Bürgermeisterposten, ist ihr Ziel, auf jeden Fall in den Gemeinderat zu kommen.

Dass außer den drei bisherigen Kandidatinnen noch weitere Personen auf dem Wahlzettel stehen werden, ist zu erwarten. Die Gruppierung „Wir in Pullach“ und die FDP haben beide signalisiert, dass sie Kandidaten aufstellen werden.

© SZ - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

Demografischer Wandel
:An der Schwelle zur nächsten Wohnungsnot

Viele betagte Menschen kommen in ihrem gewohnten Umfeld nicht mehr klar. Alleine im Landkreis München fehlen schon jetzt 12 000 Wohnungen für Senioren, die nicht mehr gut zu Fuß sind – und ihre Zahl wird in den kommenden Jahren deutlich steigen. Einzelne Gemeinden arbeiten bereits an neuen Wohnformen.

SZ PlusVon Annette Jäger

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: