Pullach:Schwieriges Jubiläumsjahr

Die Pullacher Volkshochschule wird 70 Jahre alt

Von Michael Morosow, Pullach

Als die Pullacher Volkshochschule erstmals ihre Türen für die lernfreudigen Menschen im Ort öffnete, tauchten Schülerinnen und Schüler für ihre Hausaufgaben noch Federhalter ins Tintenfass. 70 Jahre sind seither ins Land gezogen, begleitet von drei Cholera-Epidemien, mehreren Grippewintern, Aids und Ebolafieber. Ausgerechnet im Jubiläumsjahr ist es angesichts der Corona-Pandemie schwierig geworden, den Menschen eine unkomplizierte Teilhabe an Bildung zu ermöglichen, nachdem bereits die vergangenen Semester geprägt waren von Absagen, Zusagen, Unterbrechungen und Umbuchungen. Das aber sollen Kursteilnehmer dem Herbstprogramm der Pullacher Bildungseinrichtung nicht anmerken. 535 Kurse, in Präsenz, online oder hybrid, warten auf die Interessenten in Pullach, Baierbrunn und Schäftlarn. "Auch in stürmischen Zeiten stärkt die VHS Pullach das Zusammenspiel von Lehrenden und Lernenden", verspricht die Leiterin Swenja von Krenski. Eine große Jubiläumsfeierlichkeit ist zwar nicht geplant, der runde Geburtstag wird aber dennoch im Herbstsemester gefeiert, jedenfalls wird die VHS ihren Kunden jeden Monat mit einer "kleinen Aufmerksamkeit" begegnen. "Seien Sie gespannt!", schreibt von Krenski.

In welcher Form am 4. Oktober das Herbstprogramm starten wird, ist noch offen. Rechtzeitig vor Semesterbeginn werde man die Hygienestrategie bekanntgeben, teilt von Krenski mit. Das umfangreiche Programmheft ist bereits an alle Pullacher Haushalte verteilt, größtenteils können die Kurse bereits online gebucht werden unter vhs-pullach.de/programm.

Die Pullacher Volkshochschule hat eine bunte Palette an Kursen zusammengestellt, der größte Tupfer darauf sind Angebote in der Sparte Gesundheit etwa zu Ernährung, Gedächtnistraining oder Selbstverteidigung. Bei Sprachkursen werden neben den Klassikern Englisch und Italienisch auch Chinesisch, Japanisch und Arabisch angeboten. In der Sparte Kunst dominieren Stadtteilführungen, aber auch ein Schafkopfkurs gehört dazu. Wie sehr sich die Zeit seit 1951 geändert hat, sieht man mit einem Blick auf die Angebote für den Beruf: Computerkurse für die Generation 50 plus und für Kinder sowie Smartphone- und Tabletkurse stehen im Programm. Das Tintenfass ist schon lange Geschichte.

© SZ vom 02.09.2021
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