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Pullach:Handlungsbedarf an allen Schulen

Gemeinderat steht vor weitreichenden Entscheidungen

Von Michael Morosow, Pullach

Bei der Weiterentwicklung der Pullacher Schulen drückt die interfraktionelle "Schulgruppe" des Gemeinderats aufs Tempo. Ihrem Vorschlag gemäß soll der Gemeinderat in seiner Sitzung an diesem Dienstag im Bürgerhaus (Beginn: 19 Uhr) Beschlüsse zu allen drei im Ort vertretenen Schultypen fassen. Demnach solle die Gemeinde nicht nur die Planungen für den Neubau einer Grundschule auf dem Gelände der Mittelschule zeitnah aufnehmen, sondern darüber hinaus eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben für verschiedene Optionen eines Schulcampus mit Gymnasium und Mittelschule im örtlichen Bereich des heutigen Gymnasiums und der Kuhwiese.

Und nicht zuletzt soll nach dem Wunsch der "Schulgruppe" die Verwaltung damit beauftragt werden, in den Verhandlungen mit der Stadt München und dem Landkreis München einen Neubau für das Pullacher Gymnasium anzustreben. Der Gemeinderat sei sich der Dringlichkeit dieses Vorhabens bewusst, heißt es dazu in der Beschlussvorlage. Erste Kosten kämen auf die Gemeinde zu, wenn sie einer Machbarkeitsstudie zustimmen würde, in die die Schulkonzepte der Mittelschule und des Gymnasiums einbezogen werden sollen. Die Verwaltung rechnet mit circa 60 000 Euro dafür.

"Der Bedarf nach einer neuen Grundschule ist dringlich. Zeitverzögerungen bringen enorme Kostensteigerungen", schreibt die Sprecherin der Arbeitsgruppe, Gemeinderätin Renate Grasse (Grüne). Sowohl der Bedarf des Gymnasiums als auch der Raumbedarf der Mittelschule verlangten nach Neubauten. Auf dem Gelände der jetzigen Grundschule könne der Raumbedarf der Mittelschule nicht realisiert werden. Ein Schulcampus würde sowohl bezüglich des Standards und der Qualität der baulichen Einrichtungen wie auch hinsichtlich der Investitions- und Unterhaltskosten erhebliche Vorteile bringen, argumentiert die Arbeitsgruppe. Deshalb sollen diese Vorschläge auch in einer konkretisierten Machbarkeitsstudie näher betrachtet werden und dabei insbesondere jene Optionen mit geringer baulicher Nutzung auf der Kuhwiese mit berücksichtigt werden.

© SZ vom 06.07.2021
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