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Pullach:Andreas Most verlässt die CSU

Kehrt der CSU den Rücken: Andreas Most, Zweiter Bürgermeister in Pullach.

(Foto: Claus Schunk)

Der Zweite Bürgermeister gründet eine Fraktion mit Caroline Voith, die bereits Ende Mai 2020 die Partei verlassen hat.

Von Wolfgang Krause

Die CSU-Fraktion im Pullacher Gemeinderat schrumpft weiter. Nach Caroline Voit ist nun auch Zweiter Bürgermeister Andreas Most ausgetreten. Most verlässt nach eigenen Angaben auch den CSU-Ortsverband und bildet künftig mit Voith eine eigene Fraktion.

Anlass für diesen Schritt ist laut Most, dass er und der langjährige Ortsvorsitzende Benno Schroeder am Mittwoch bei den Ortsvorstandswahlen durchgefallen sind. "Das wäre eigentlich nichts Besonderes in einer Demokratie", schreibt Most in einer persönlichen Erklärung, "wenn nicht bewusst bekannte und engagierte Gemeinderatsmitglieder der CSU sowie potenzielle im Ort tief verwurzelte Nachrücker bewusst kalt gestellt worden wären und ein Imageschaden für die örtliche Organisation billigend in Kauf genommen würde".

Mit dem Austritt von Most verliert der Block aus CSU, der Wählergruppe "Wir in Pullach" und FDP auch offiziell ihre Mehrheit im Pullacher Gemeinderat. Tatsächlich gab es diese Mehrheit von Beginn der Sitzungsperiode an nur auf dem Papier, was unter anderem dadurch zum Ausdruck kam, dass Most gegen den Willen seiner eigenen Partei zum Stellvertreter von Bürgermeisterin Susanna Tausendfreund (Grüne) gewählt wurde.

CSU-Chef Ehm nicht überrascht

CSU-Ortsvorsitzender Hans Ehm zeigte sich vor diesem Hintergrund am Donnerstag von Mosts Austritt auch nicht überrascht und sagte: "Es ist einfach logisch so." Ehm wurde bei der Ortsversammlung am Mittwoch im Amt bestätigt. Seine Stellvertreter sind künftig Christine Eisenmann, Thomas Leeb und Sebastian Westenthanner.

© SZ vom 26.02.2021/sab
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