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Pullach:Freizeitbad soll offen bleiben

Pullachs Bürgermeisterin beruhigt den Schwimmer-Nachwuchs

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben - auf diesen Nenner lässt sich eine Erklärung von Pullachs Bürgermeisterin Susanna Tausendfreund (Grüne) bringen, mit der sie Irritationen bezüglich der Planungen für ein neues Freizeitbad beseitigen will. In der Gemeinderatssitzung am Dienstag hielt Tausendfreund einen Wunschzettel mit vielen Unterschriften von Kindern und Jugendlichen hoch, der ihr am Sonntag bei der Weihnachtsfeier der Schwimmabteilung des SV Pullach überreicht worden war. "Liebe Frau Bürgermeisterin, wir sind sehr traurig, dass Sie uns kein neues Schwimmbad bauen wollen. Wir wünschen uns aber sehr, dass Sie uns das alte Schwimmbad wenigstens erhalten werden."

Zwar habe der Gemeinderat im Oktober den Beschluss gefasst, den Neubau des Freizeitbades nicht in die Handlungsempfehlungen des Ortsentwicklungsplanes aufzunehmen, heißt es in Tausendfreunds Stellungnahme, die an diesem Donnerstag im Isar-Anzeiger, dem Amtsblatt der Gemeinde, erscheint. Aber der Grundsatzbeschluss vom Juli 2017, das Freizeitbad auf der "Kuhwiese" zu bauen, stehe weiterhin wie auch der Beschluss vom Sommer 2018, Kriterien für einen EU-weiten Planungswettbewerb ausarbeiten zu lassen. Das bestehende Bad solle bis zum Umzug geöffnet bleiben, verspricht Bürgermeisterin Tausendfreund.

In ihrem Schreiben geht sie auch auf den Planungsstand ein. Das vom Gemeinderat beauftragte Büro sei derzeit dabei, die Rahmenbedingungen für den Realisierungswettbewerb unter Beteiligung von entsprechenden Fachplanern zu erarbeiten. Ausgearbeitete Pläne für den Neubau lägen noch nicht vor. Die Bürgermeisterin erinnert aber auch dran, dass einige Anwohner zu Jahresbeginn eine Klage gegen das neue Freizeitbad angekündigt hatten, weil sie eine unzumutbare Lärmbelästigung befürchten.