Pullach Eine Burg für den Klimaschutz

Im Naturerlebniszentrum auf der Burg Schwaneck können Jugendliche ihre Umwelt schätzen und gestalten lernen.

(Foto: Claus Schunk)

Das Naturerlebniszentrum Schwaneck in Pullach vertritt Bayern in einem deutschlandweiten Projekt für Umweltbildung.

Von Lea Frehse, Pullach

Es ist eine besondere Auszeichnung für das grüne Team am Isarhang: Das Naturerlebniszentrum Burg Schwaneck vertritt fortan den Freistaat Bayern bei der deutschlandweiten Initiative "Bildung, Klima-plus". Damit ist die Burg eines der 16 "Bildungszentren Klimaschutz", die fortan in jedem Bundesland Wissen und Ideen rund um den Klimaschutz vermitteln sollen. Für das Pullacher Naturerlebniszentrum bedeutet die Auswahl auch zusätzliche Mitarbeiter und mehr Geld.

Die Förderung gibt es zunächst für zwei Jahre

Landrat Christoph Göbel gratulierte beschwingt: "Das Naturerlebniszentrum ist weit über die Grenzen unseres Landkreises hinaus bekannt und kann mit seinen zahlreichen Aktionen und Angeboten ohne Scheu als Aushängeschild des Landkreises bezeichnet werden." Die Aufnahme in das Klimaschutz-Netzwerk bringe weitere Vernetzungsmöglichkeiten, neues Wissen und frische Ideen mit sich. Er hoffe, so Göbel, dass davon auch die 29++ Klima-Initiative des Landkreises profitieren werde.

Die Förderung für die ausgewählten Bildungszentren ist zunächst für zwei Jahre ausgelegt. Das Naturerlebniszentrum Burg Schwaneck, das vom Kreisjugendring München-Land getragen wird, sei vor allem aufgrund der vorhandenen guten Infrastruktur, der bestehenden Vernetzung und der Anzahl der Bildungsveranstaltungen pro Jahr ausgewählt worden, heißt es in der Begründung. Wie alle Bildungseinrichtungen des neues Netzwerkes soll die Burg künftig als Vorbild und Impulsgeber für weitere Bildungszentren in der Region sowie innerhalb der jeweiligen Dachverbände dienen. Dabei soll auch mit anderen Organisationen in der näheren Umgebung kooperiert werden.

Das Projekt wird in Verbindung mit der nationalen Klimaschutzinitiative durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert. Ziel sei es, so heißt es vom Ministerium, das Potenzial außerschulischer Einrichtungen wie der Burg Schwaneck zu nutzen und die Anzahl der Bildungseinheiten zum Klimaschutz bundesweit zu erhöhen und zu verbessern.

Der Landkreis will Klimaschutzprojekte von Jugendlichen weiter fördern

Beim Landratsamt München verweist man auf erste positive Erfahrungen: So haben Landratsamt und Naturerlebniszentrum über die vom Kreistag auf den Weg gebrachte 29++ Klima-Initiative bereits mehrere kleinere Projekte gemeinsam umgesetzt. Vergangenes Jahr veranstalteten sie in Kooperation ein Klimacamp für Schulklassen mit einem Themenschwerpunkt zur Landkreis-Initiative anlässlich der Bayerischen Klimawoche. Die von den Jugendlichen erarbeiteten Ideen wurden bei einer Versammlung in Grünwald im September anschließend in den politischen Prozess eingebracht. An mehreren Schulen im Landkreis wurde das Thema im Unterricht aufgegriffen und diskutiert.

Laut Landratsamt sind weitere Aktionen geplant, darunter eine Projektbörse zum Thema Klimaschutz. Um Ideen auch in die Tat umsetzen zu können, wurde ein vom Landratsamt bezuschusster Fördertopf für Klimaschutzprojekte von Kindern und Jugendlichen angeregt.