Sie war die erste und bisher einzige grüne Bürgermeisterin im Landkreis München: Susanna Tausendfreund wird nach zwei Amtszeiten und der im März verlorenen Stichwahl gegen Christine Eisenmann (CSU) demnächst nicht nur den Chefsessel im Pullacher Rathaus räumen, sondern auch künftig bei den Gemeinderatssitzungen fehlen. Die Juristin, die bereits 1984 als 21-Jährige das erste Mal in den Pullacher Gemeinderat gewählt worden und später auch Mitglied im Landtag war, wird das kommunalpolitische Mandat an ihrem Heimatort nicht wahrnehmen.
„In einer weiteren Amtszeit als Erste Bürgermeisterin hätte ich mich gerne mit voller Kraft für unser Pullach eingesetzt und all die positiven Entwicklungen, die in den letzten Jahren entstanden sind, weiter begleitet und vorangebracht“, erklärt sie in einer öffentlichen Mitteilung. Aber nachdem „die heraufbeschworene Wechselstimmung so verfangen“ habe, „möchte sie als ehemalige Bürgermeisterin nicht alle zukünftigen Schritte der neuen Amtsinhaberin kommentieren“. Diese Form der Zurückhaltung gehöre „zu einer guten Amtsübergabe“. Nach vielen Jahren Gemeinderatsengagement, davon zwölf als Bürgermeisterin, öffneten sich für sie „nun auch Türen für einen neuen Lebensabschnitt“.
Neben Tausendfreund, die weiter im Kreistag aktiv sein wird, hat auch ihre Parteikollegin Renate Grasse ihr gewonnenes Gemeinderatsmandat niedergelegt. Die beiden Nachrücker für die grüne Fraktion in Pullach sind Paula Klug und Ramil Abil.

