Psychische Gesundheit:"Die medizinische Versorgung von Straftätern ist auf Kante genäht"

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"Die Haft ist ein Belastungsfaktor": Ein Insasse der JVA Stadelheim blickt auf den Hof. (Foto: Alessandra Schellnegger)

Viele Menschen kommen mit psychischen Problemen in Haft oder entwickeln diese im Gefängnis. In der Justizvollzugsanstalt Stadelheim kümmern sich Fachärzte des Isar-Amper-Klinikums um diese Patienten. Der Ärztliche Direktor Peter Brieger erklärt, warum das wichtig ist – und wo es hakt.

Interview von Bernhard Lohr, Haar

Eine Schlägerei auf der Straße oder eine Messerstecherei – ohne Alkohol, Drogen und manchmal auch psychische Probleme sind viele Straftaten nicht zu erklären. Viele Menschen kommen deshalb krank in Haft, andere entwickeln dort erst Störungen. In der Justizvollzugsanstalt (JVA) in München-Stadelheim arbeiten eine Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie sowie eine Psychotherapeutin des Isar-Amper-Klinikums in Haar mit den hauseigenen Medizinern zusammen, um Gefangene zu betreuen und zu behandeln. Grundlage ist ein Kooperationsvertrag. Peter Brieger, der Ärztliche Direktor des Isar-Amper-Klinikums, erklärt im Gespräch mit der SZ, worauf es bei der psychiatrischen Versorgung von Häftlingen ankommt.

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