Die Münchner Kriminalpolizei ermittelt wegen fünf Fällen versuchter schwerer Brandstiftung in Haar: Ein oder mehrere bislang unbekannte, vermutlich jugendliche Täter haben pyrotechnische Gegenstände in Wohnungen, einen Laden und in eine Kirche geworfen. Die Taten ereigneten sich alle am Montag, 14. September, zwischen 16.30 und 17.15 Uhr nicht weit voneinander entfernt, sodass die Polizei von einem Zusammenhang der einzelnen Geschehnisse ausgeht. Der Gesamtschaden liegt im niedrigen vierstelligen Bereich. Die Betroffenen haben alle Brandherde schnell entdeckt und gelöscht, auch Verletzte gab es zum Glück nicht. Nun sucht die Polizei Zeugen.
Der erste Feuerwerkskörper flog laut Pressemitteilung um 16.30 Uhr in den Eingangsbereich einer Erdgeschosswohnung in der Umgebung der Straße „Am See“. Wenig später bemerkte am Jagdfeldring eine 23-Jährige einen pyrotechnischen Gegenstand, der in einen Spalt zwischen ihrem Balkon und der Hauswand gesteckt und entzündet worden war. Ungefähr zur gleichen Zeit warfen ein oder mehrere unbekannte Täter einen Feuerwerkskörper durch die Balkontür in eine Wohnung im Bereich der Hans-Stießberger-Straße. Gegen 17 Uhr legte jemand einen brennenden pyrotechnischen Gegenstand in den Eingangsbereich einer Kirche am Jagdfeldring. Vom Rauchgeruch alarmierte Messteilnehmer entfernten diesen und warfen ihn in den nahegelegenen See. Zu guter Letzt warfen die Täter einen brennenden pyrotechnischen Gegenstand durch den geöffneten Hintereingang eines Ladengeschäfts am Jagdfeldring.
Einer der Täter konnte wie folgt beschrieben werden: männlich, 1,60 Meter groß, circa 14 Jahre, kurze schwarze Haare, schwarzes T-Shirt und dunkle Hose. Alle Personen, die im angegebenen Zeitraum Verdächtiges wahrgenommen haben, werden gebeten, sich unter (089) 29100 mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 13, oder jeder anderen Dienststelle in Verbindung zu setzen. Außerdem bittet die Polizei alle Anwohner, die Aufzeichnungen eventuell installierter Überwachungskameras zum Tatzeitraum zu sichten.

