Freizeit:Das Planegger Eiswunder kehrt zurück

Das beliebte "Eiswunder" in Planegg gibt es seit drei Jahren nicht mehr - diesen Winter soll es eine Renaissance erleben. (Foto: Robert Haas)

Bürgermeister Nafziger kündigt überraschend eine Wiederbelebung des im Würmtal beliebten Freizeitvergnügens im kommenden Winter an. Der Aufwand soll allerdings kleiner ausfallen als in früheren Jahren.

Von Rainer Rutz, Planegg

Das in der Bevölkerung liebevoll genannte "Planegger Eiswunder" kommt wieder. Die Eislauffläche am Feodor-Lynen-Gymnasium werde in der kommenden Wintersaison wieder in Betrieb sein, sagte Planeggs Bürgermeister Hermann Nafziger (CSU) jetzt überraschend auf eine Anfrage der SZ. Allerdings, da legte sich Nafziger fest, nicht so, wie sich das einige Planegger Gemeinderäte vorstellen: also ohne aufwendige technische Neuigkeiten und vor allem ohne Überdachung. Dafür fehle schlicht das Geld, so Nafziger: "Das ist finanziell einfach nicht darstellbar."

Mit den im laufenden Haushalt eingestellten 650 000 Euro für Renovierungsarbeiten sei die Gemeinde "absolut handlungsfähig", findet der Bürgermeister. Auf jeden Fall strebe man "einen Interimsbetrieb" der vor allem bei Jugendlichen beliebten Anlage für die Saison 2024/25 an, danach könne man weitersehen. Denkbar sei auch, eine Anlage oder das nötige technische Equipment für eine bestimmte Zeit anzumieten. "Die Zeit reicht noch gut aus."

Vor drei Jahren war der Betrieb der öffentlichen Eislauffläche eingestellt worden, weil die Herstellung des Eises bei warmer Witterung enorm viel Energie verschlingt. Alternative Energieformen erwiesen sich als wenig praktikabel oder zu aufwendig. Der Bau eines Hallendachs wiederum, wie ihn etliche Gemeinderäte favorisieren, würde dem Bürgermeister zufolge mindestens zwei Millionen Euro verschlingen - Geld, das die Gemeinde zurzeit nicht habe, so Nafziger. "Eine Komplettlösung ist aus meiner Sicht 2024 nicht möglich, jedenfalls nicht haushaltstechnisch."

Denn auf die Gemeinde kämen "zwei bis drei schwere Jahre" zu. Nafziger bezieht sich auf die Planungen am Bahnhof und den ständig steigenden Anteil der Kommune am Bau der U-Bahnlinie nach Martinsried.

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