Früher hießen sie „Freie Wähler/Dynamische Planegg“. Im Frühjahr des vergangenen Jahres haben sich die FW aus Protest gegen die Politik des Landesvorsitzenden der FW, Hubert Aiwanger, aber einen neuen Namen gegeben. Seitdem heißen sie „Unabhängige – Politik für Planegg und Martinsried (UPP)“. Die Planegger Entscheidung war Anlass für etliche FW-Gruppierungen in Bayern, sich auch einen neuen Namen zu geben. Mit diesem sind aber die politischen Ambitionen der ehemaligen UPP nicht verschwunden, im Gegenteil, die Gruppierung hat sich sowohl personell als auch inhaltlich neu aufgestellt. Zur Kommunalwahl im März tritt sie allerdings als einzige politische Gruppierung in Planegg ohne eigenen Bürgermeisterkandidaten an.
Der 69-jährige Florian Zeller, Vorsitzender der UPP, sagt: „Jetzt sollen mal die Jüngeren Verantwortung übernehmen.“ Der Empfehlung folgend wurde während der Mitgliederversammlung Thomas Gum-Bauer, 42, gewählt. Er führt jetzt die Liste der Gemeinderatskandidaten an. Auf Platz zwei der Liste folgt der Ortsvorsitzende Florian Zeller, er ist seit sechs Jahren im Gemeinderat. Auf dem dritten Platz findet sich Siegfried Sitzberger. Er folgte im März auf Florian Max, der sein Mandat aus beruflichen Gründen zurückgab. Neu ist auch Werner Plettner auf Platz vier.
Ein Schwerpunkt der Politik der UPP soll unter anderem eine Stärkung der hiesigen Wirtschaft sein. Dazu gehört vor allem der Wunsch nach einer attraktiveren Bahnhofstraße in Planegg. Dasselbe wünscht sich die UPP für das neue Ortszentrum in Martinsried. Bahnhofstraße und neues Ortszentrum halten aktuell viele Einheimische für wenig attraktiv, wie immer wieder geklagt wird, etwa auf Bürgerversammlungen. Eher desolat ist auch die Lage auf dem Wohnungsmarkt in den Ortsteilen Planegg und Martinsried: „Es gibt Besserverdienende, die bei uns keine Wohnung finden“, sagt Siegfried Sitzberger.
Die UPP setzt auf die anstehende Bebauung des Bahnhofsviertels, hier sollen rund 300 Wohnungen entstehen. Die UPP will dafür Sorge tragen, dass auch Geringverdiener dort eine Chance auf eine Wohnung haben. Veronika Schorsch auf Listenplatz fünf liegen vor allem Kinder und Jugendliche am Herzen. Sie will eine Gemeinde, die sich „kinderfreundliche Kommune“ nennen darf. Kinder und junge Leute sollen ihrer Meinung nach mehr Selbstbestimmung erhalten – darüber müsste allerdings der neue Gemeinderat entscheiden.

