AuszeichnungenBeim Umweltschutz geht niemand leer aus

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Der Schauspieler und Umweltaktivist Hannes Jaenicke zeichnet Siegerin Christiane Lüst aus.
Der Schauspieler und Umweltaktivist Hannes Jaenicke zeichnet Siegerin Christiane Lüst aus. Catherina Hess
  • Der Planegger Umweltpreis wird erstmals an Bewerber aus allen fünf Würmtalgemeinden vergeben, wobei 41 Teilnehmer insgesamt 11.000 Euro Preisgeld erhalten.
  • Hauptpreisträgerin Christiane Lüst aus Gauting bekommt 3.000 Euro für ihr 19-jähriges Engagement im Umweltzentrum Öko & Fair und ihre europaweite Umweltarbeit.
  • Bei den Jugendlichen gewinnen drei Planegger mit 1.500 Euro für ihr selbst entwickeltes Regenwasser-Kraftwerk zum Handy-Aufladen.
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Der Planegger Umweltpreis wird erstmals an Bewerber aus allen fünf Würmtalgemeinden vergeben. Hauptpreisträgerin ist die Aktivistin Christiane Lüst aus Gauting.

Von Rainer Rutz, Planegg

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Wann treffen sich schon mal alle fünf Bürgermeister der Würmtal-Gemeinden Gräfelfing, Planegg, Neuried, Krailling und Gauting auf einer Bühne? Bei der Verleihung des Würmtaler Umweltpreises im Kupferhaus Planegg war es der Fall. Vor rund 500 Zuschauern verteilten der Schauspieler und Umweltaktivist Hannes Jaenicke und der Planegger Gemeinderat Peter von Schall-Riaucour, der den Preis  ins Leben gerufen hat, die Preisgelder in Höhe von insgesamt 11 000 Euro. Keiner der 41 Teilnehmer ging dabei leer aus, es wurden viele Anerkennungspreise zusätzlich verteilt.

Die große Beteiligung von Privatpersonen, Schulen und Initiativen dürfte darauf zurückzuführen sein, dass der Preis heuer auf das gesamte Würmtal zwischen Gräfelfing und Gauting ausgeweitet wurde; dennoch bezeichnete Stifter Schall-Riaucour die Resonanz als „völlig unerwartet“.

Sieger bei den Erwachsenen mit einem Preisgeld von 3000 Euro wurde Christiane Lüst aus Gauting. Sie bekam die Auszeichnung von der Jury für ihr Lebenswerk zugesprochen: für ihr Engagement im Umweltzentrum Öko & Fair, wo sie seit 19 Jahren tätig ist. Neben ihrer Arbeit für naturnahe Gärten, lokalen Baumschutz und naturnahes Wohnen setzt sie sich für nachhaltige Landwirtschaft ohne Agro-Technik ein und hat die „Aktion Gen-Klage“ ins Leben gerufen. Damit ist die Würmtalerin europaweit aktiv und war auch schon bei den Vereinten Nationen in Genf.

Platz zwei mit 2000 Euro ging an den Arbeitskreis Igelhilfe aus Neuried. Dieser päppelt bedürftige und verletzte Igel auf, vermittelt diese an geeignete Pflegestellen und wildert die Tiere später wieder aus. Der dritte Platz bei den Erwachsenen, dotiert mit 1000 Euro, ging an die Mitglieder des Fledermausnotrufs Gauting und Starnberg. Diese betreiben eine amtlich genehmigte Auffangstation für kranke und geschwächte Tiere.

Große und kleine Preisträger: die Ausgezeichneten der Würmtaler Umweltpreisverleihung.
Große und kleine Preisträger: die Ausgezeichneten der Würmtaler Umweltpreisverleihung. Catherina Hess

Bei den Jugendlichen und Kindern erhielten Elias Rogenkamp, Julian Stumpf und Mathis Teske den mit 1500 Euro dotierten ersten Preis. Die drei stammen aus Planegg und haben ein Regenwasser-Kraftwerk entwickelt. Mit der so erzeugten Energie wollen sie Handys aufladen, einen funktionierenden Prototyp haben sie schon entwickelt. Der zweite Preis für junge Leute in Höhe von 1000 Euro ging an den „Plant for the Planet Club Würmtal“, in dem sich Kinder zwischen acht und 14 Jahren gegen die Erderwärmung engagieren. 500 Euro erhielt schließlich das Caritas-Kinderhaus in Krailling, das sich unter dem Motto „Herz an, Strom aus“ mit einem Fotobuch am Wettbewerb beworben hatte. Darin werden alle Projekte, welche die Kinder über Jahre umgesetzt haben, präsentiert: gemeinsam Müll sammeln und trennen, Wasser und Strom sparen, eine autofreie Woche organisieren.

Zu den prominentesten Unterstützern des Würmtaler Umweltpreises gehören die Schauspieler Götz Otto und Hannes Jaenicke. Jaenicke lebt am Ammersee, ist seit vielen Jahren ein bekannter Umweltaktivist und hat eine eigene Stiftung ins Leben gerufen. Das Engagement im Würmtal nannte er auf der Veranstaltung ermutigend. Die Würmtaler Aktion zeige, dass gerade Kinder „sofort kapieren, um was es geht“.

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