Ottobrunn/Hohenbrunn Fünfter Lkw-Unfall in zwei Wochen

Die Serie der schweren Lkw-Unfälle auf dem Autobahnring München-Ost reißt nicht ab. Am Montagnachmittag fuhr der Fahrer eines Sattelzuges zwischen den Anschlussstellen Ottobrunn und Hohenbrunn am Stauende auf einen anderen Lastwagen auf. Wegen des aktuellen, im Verkehrsleitsystem geschalteten Lkw-Überholverbots hatte sich eine kilometerlange Schlange auf dem rechten Fahrstreifen gebildet. Der Fahrer des italienischen Sattelzugs erkannte das Stauende zu spät. Trotz Vollbremsung und eines Ausweichversuchs nach links konnte er den Aufprall nicht mehr verhindern. Wegen des Ausweichmanövers zog ein Münchner, der auf der mittleren Fahrspur unterwegs war, seinen Kleintransporter ebenfalls nach links, was zur Folge hatte, dass ein Autofahrer aus dem Landkreis München auffuhr. Während der Kleintransporter gegen den italienischen Sattelzug geschleudert wurde, blieb der Audi stark beschädigt auf dem linken Fahrstreifen liegen. Beide Fahrer wurden leicht verletzt. Zur Bergung musste die Autobahn gesperrt werden. Der Verkehr wurde über den Seitenstreifen vorbeigeleitet, es kam zu einem kilometerlangen Rückstau bis auf die A 8. Die Bergung des italienischen Sattelzuges dauerte bis in den Abend. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf insgesamt 130 000 Euro. Es ist bereits der fünfte schwere Auffahrunfall mit Lastwagen innerhalb von zwei Wochen auf der A 99.