Ottobrunn:Sieben Kirchen unter einem Dach

Ottobrunn: Den Pontifikalgottesdienst am Sonntag in der Ottobrunner Kirche Sankt Magdalena feierte Weihbischof Rupert Graf von Stolberg.

Den Pontifikalgottesdienst am Sonntag in der Ottobrunner Kirche Sankt Magdalena feierte Weihbischof Rupert Graf von Stolberg.

(Foto: Claus Schunk)

Katholiken feiern Gründung des neuen Pfarrverbands "Vier Brunnen"

Katholiken aus Ottobrunn, Hohenbrunn, Putzbrunn und Grasbrunn haben am Sonntag die zum 1. März erfolgte Gründung des neuen Pfarrverbands "Vier Brunnen - Ottobrunn" mit einem Pontikalgottesdienst offiziell gefeiert. Der Gottesdienst am Sitz des neuen Pfarrverbands, St. Magdalena in Ottobrunn, wurde von Weihbischof Rupert Graf von Stolberg zelebriert. Zu dem Verband gehören 15 000 katholische Gläubige und sieben Kirchen.

Es sind dies neben den bisherigen Vier-Brunnen-Kirchen St. Magdalena (Ottobrunn), St. Stephanus (Hohenbrunn) und St. Stephan (Putzbrunn) mit den Filialkirchen St. Ulrich (Grasbrunn) und St. Aegidius (Keferloh) nun auch die Ottobrunner Gemeinden St. Otto und St. Albertus Magnus.

Der Impuls, in einem neuen Pfarrverband Zuständigkeiten und administrative Aufgaben zusammen zu fassen, kam laut Weihbischof Stolberg aus den Pfarreien selbst. 2012 per Edikt durch Kardinal Reinhard Marx gegründet, arbeiteten die Vier-Brunnen-Gemeinden schon länger eng zusammen. Nun noch die zwei weiteren Ottobrunner Gemeinden St. Otto und St. Albertus Magnus dazu zu nehmen, erschien auch wünschenswert, da die Pfarrverbandsgrenze mitten durch Ottobrunn verlief. Mit der Gründung reagiert die Kirche zugleich auf die sinkende Zahl an Seelsorgern und Gläubigen.

Um zentrale Aufgaben wie Gottesdienstordnung, Organisation der seelsorgerischen Arbeit und Öffentlichkeitsarbeit kümmert sich der Pfarrverbandsrat, zu dem auch der neue Haushalts- und Personalausschuss gehört. Beide Gremien bilden zusammen mit Pfarrverbandsleiter und Pastoralteam den Kopf des Verbandes. Zum Seelsorgerteam gehören Pfarrverbandsleiter Stefan Scheifele, die Pfarrvikare Tadeusz Sobczyk und Stefan Berkmüller, die Diakone Karl Stocker, Erwin Mühlbauer und Egid Hiller, Gemeindereferent Nicolas Gkotses, der sich um Kinder und Krankenpastoral kümmert, die Zuständige für Firmungen, Alexa Weber, sowie Religionslehrerin Larissa Gruber.

Zwar müssen sich sieben Gemeinden die Seelsorger teilen, aber "die Pfarrbüros sind und bleiben wichtige Anlaufstellen für die Gläubigen", verspricht Scheifele. Daher sollen sie in den Einzelpfarreien weitestgehend erhalten bleiben, selbst wenn das mit einer Reduzierung der Öffnungszeiten einhergeht. Auch behält jede Pfarrei ihren eigenen Pfarrgemeinderat und ihre eigene Kirchenverwaltung.

© SZ vom 18.03.2019 / abo
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