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Corona-Lockerungen:Der Whirlpool bleibt zu

Phönix-Bad Ottobrunn bereitet sich auf den Restart nach der Corona-Pause vor.

Ganz so leer wie während der Schließung wird es in den nächsten Wochen im Phönixbad nicht sein, so voll wie sonst allerdings darf es auch nicht werden.

(Foto: Steffen Volk/oh)

Im Phönixbad in Ottobrunn gibt es nach der Öffnung von 1. Juli an einige Einschränkungen.

Am 15. März, einem Sonntagnachmittag, sickert gegen 15 Uhr aus Regierungskreisen eine Nachricht durch, die vor allem Wasserratten und Saunagänger hart trifft. Der Corona-Krisenstab der Staatsregierung beschließt, dass neben Bars, Clubs und Kinos auch die Schwimmbäder und Thermen ihre Pforten für Besucher schließen müssen. Für wie lange - das weiß an diesem Sonntag noch niemand.

Jetzt, mehr als drei Monate nach der Ankündigung der Staatsregierung, die Bäder zu schließen, haben zumindest die Fans des Ottobrunner Phönixbads Gewissheit: Von 1. Juli lädt das Bad wieder zum Schwimmen, Saunieren und Entspannen ein. Offiziell hätte das Bad bereits am Montag, 22. Juni, wieder den Betrieb aufnehmen dürfen, die Staatsregierung hat dies im Zuge der neuesten Corona-Lockerungen beschlossen. Wie in vielen anderen Einrichtungen nehmen sich aber auch die Verantwortlichen in Ottobrunn Zeit, um alle Vorgaben der Infektionsschutzverordnung und des Hygienekonzeptes umzusetzen.

Die Rutschen können genutzt werden

Denn klar ist: Es wird keine Rückkehr zum altbekannten Betrieb und Badespaß geben. Auch im Phönixbad gilt künftig eine der derzeit wichtigsten Alltagsregeln: Abstand halten. Daher wird die Besucherzahl stark begrenzt, künftig dürfen maximal 202 Menschen gleichzeitig ins Bad, die Saunalandschaft dürfen höchstens 155 Menschen auf einmal besuchen. Das entspricht etwa einem Drittel des gewohnten Aufkommens. Trotz der Einschränkungen sei es aber auch künftig möglich, spontan ins Bad zu kommen, teilt das Bad mit. "Eine Vorreservierung oder Online-Tickets sind nicht notwendig", heißt es. Aber eine Kontaktregistrierung ist erforderlich, das hierfür notwendige Dokument kann der Besucher auch zuhause ausdrucken, ausfüllen und mit ins Bad bringen. Das verkürzt die Wartezeit an der Kasse. Die Bade- und Saunzeit wird künftig auf maximal vier Stunden beschränkt.

Vom Eingang bis zum Spind gilt für alle Besucher von sieben Jahren an eine Maskenpflicht, im Bad und in der Sauna muss kein Mund-Nase-Schutz getragen werden. Einrichtungen, bei denen der Mindestabstand von 1,5 Meter nicht eingehalten werden kann, wie etwa im Whirlpool, bleiben zunächst gesperrt. Die Rutschen aber können genutzt werden, Aufgüsse in der Sauna wird es vorerst nicht geben, auch die Dampfbäder sind vorerst außer Betrieb wie auch das Restaurant. Alle Informationen gibt es auf der Homepage www.phoenixbad.de. Der Schwimmverein Ottobrunn und das Team Sportkonzepte planen, von 13. Juli an wieder Training und Kurse anzubieten.

© SZ vom 23.06.2020 / müh

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