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Findige Forscher am Gymnasium Ottobrunn:Intelligenter Mülleimer

First Lego League

Die Schüler des Gymnasiums Ottobrunn beim Semifinale des Lego-Wettbewerbs in Regensburg.

(Foto: privat)

Team GO Robot des Gymnasiums Ottobrunn fährt zum Europafinale.

Der Wahlkurs Robotik am Gymnasium Ottobrunn unter Leitung der Lehrerinnen Barbara Knopp und Gabriele Eggers hat beim Semi-Finale des First Lego League (FLL) Wettbewerbs in Regensburg sehr gut abgeschnitten. Das Team GO Robot landete auf dem zweiten Platz und darf am 19. und 20. März am Europafinale in Debrecen in Ungarn teilnehmen.

Gemeinsam mit zwei befreundeten Teams aus Heidelberg werden die elf Ottobrunner Schüler insgesamt vier Tage in Ungarn bleiben.

Der intelligente Mülleimer meldet sich, wenn er voll ist

In vier Bereichen mussten die Teilnehmer ihr Können beweisen. Unter der Überschrift "Robot Game" musste der von dem Team selbst entworfene und programmierte Lego-Roboter Aufgaben auf einem Parcours bewältigen. Im Bereich "Robot Design" wurden der Aufbau und die Programmierung ihres Roboters bewertet. Eine weitere Aufgabe bestand aus einer Forschungspräsentation zum Jahresthema des Wettbewerbs. Dieses lautet heuer "Trash Track", also es geht um Müll. Die Ottobrunner entwickelten dafür einen intelligenten Mülleimer, der sich bei einer Zentrale meldet, wenn er voll ist. Die Leerung findet nur dann statt, wenn er sich meldet.

Die Schüler rechneten aus, dass sich ein solches System schon nach kurzer Zeit lohnt, da es Zeit und Benzin spart. Ein Mülleimer, der so intelligent ist, dass er den Inhalt erkennt, der hineingeworfen wird und so beim Thema Mülltrennung vielleicht Falsches von Richtigem unterscheiden könnte, könnte durchaus ein weiteres Ziel sein, sagt Barbara Knopp, das war jedoch diesmal noch nicht gefragt. Als vierte Aufgabe mussten die Schüler dann noch ihre Teamfähigkeit unter Beweis stellen: Sie mussten dabei gemeinsam einen Hut basteln.

Es gibt einen Anfängerkurs Robotik nur für Mädchen

Den Wahlkurs Robotik gibt es am Gymnasium Ottobrunn seit sechs Jahren. Inzwischen gibt es zwei Anfängerkurse, einen für Jungs und einen für Mädchen, und eine Fortgeschrittenengruppe. Aus diesen Kursen setzt sich dann jeweils das Team zusammen, das am FLL-Wettbewerb teilnimmt. Im Europafinale in Ungarn wetteifern die 24 besten Teams aus Zentraleuropa um die Teilnahme am Weltfinale, das an vier Orten ausgetragen wird: in St. Louis, in Sydney, auf Teneriffa und auf den Philippinen. Sollten die Ottobrunner in Ungarn wieder erfolgreich sein, geht die nächste Reise noch viel weiter weg. Jetzt müssen sie aber erst einmal ihre Forschungspräsentation ins Englische übersetzen, denn das Europafinale ist international. Außerdem werden noch Sponsoren gesucht.

© SZ vom 15.02.2016 / cw/belo
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