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Ottobrunn:Eltern fordern digitale Soforthilfe

Kreis soll Gymnasium Ottobrunn mit Soft- und Hardware ausrüsten

Elternvertreter des Ottobrunner Gymnasiums fordern in einem offenen Brief an Landrat Christoph Göbel (CSU) eine "umgehende Ausstattung" der Schule mit IT-Hard- und Software sowie drahtlosen Netzwerken. Dies müsse als "Soforthilfe außerhalb der Ausschreibungen für alle Schulen im Landkreis" geschehen, schreiben die beiden Vorsitzenden des Elternbeirats des Gymnasiums, Evi Auerbach-Schrott und Franziska Rohr, da eine Umsetzung über das normale Ausschreibungsverfahren nicht vor Dezember 2020 zu erwarten sei.

Die Erfahrungen der vergangenen Wochen hätten gezeigt, dass die Infrastruktur am Ottobrunner Gymnasium nicht leistungsfähig genug sei, um Videokonferenzen aus dem Klassenzimmer heraus zu ermöglichen. Dies sei aber notwendig, wenn - wie zuletzt - auch mit Beginn des neuen Schuljahres ein Wechsel zwischen Präsenzunterricht und dem Lernen zuhause stattfinden werde. Zwar hat das Kultusministerium bereits angekündigt, von Herbst an wieder mit dem regulären Präsenzunterricht starten zu wollen; Auerbach-Schrott und Rohr verweisen aber auf eine Stellungnahme des Ministeriums, in der es heißt: "Dabei stehen diese Planungen unter dem Vorbehalt, dass die Entwicklung des Infektionsgeschehens über die Sommerferien hinweg eine solche Praxis zulässt."

Die Elternvertreter erinnern daran, dass sie sich bereits im Juni mit ihrer Bitte um eine Aufrüstung der technischen Infrastruktur an Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) gewandt haben. Ziel eines auf digitalen Medien basierenden Unterrichts müsse es sein, die Schüler in ihrer Entwicklung zu begleiten. Moderne Technik und pädagogische Konzepte müssten so verknüpft werden, dass "die jungen Menschen an unseren Schulen maximal profitieren".

© SZ vom 29.07.2020 / müh

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