Im Münchner Umland stößt man wie in ganz Bayern immer wieder auf kleine Ortschaften oder Ortsteile, deren Namen amüsant oder geheimnisvoll klingen. Nicht immer beruht die tatsächliche Herkunft der Bezeichnung auf der Bedeutung, die man annehmen könnte. Warum also heißen Dörfer und Weiler zum Beispiel Ödenpullach, Pups oder Pumpernudel? Der Sprachwissenschaftler Stefan Hackl ist Akademischer Oberrat am Institut für Deutsche Philologie der Ludwig-Maximilians-Universität München und beschäftigt sich seit mehr als 20 Jahren mit dem Thema. Der 48-Jährige hat ein Buch über seine wissenschaftlichen Erkenntnisse der Ortsnamenforschung mit dem vielversprechenden Titel „Die Wahrheit über Pumpernudel“ geschrieben.
Dörfer, Weiler, Einöden„Ortsnamen entpuppen sich als kleine Zeitkapseln“
Lesezeit: 8 Min.

In Pumpernudel gibt es keine Pasta und Schweinersdorf hat nichts mit Landwirtschaft zu tun. Sprachwissenschaftler Stefan Hackl beschäftigt sich schon lange mit ausgefallenen Ortsnamen. Dabei hat er Überraschendes herausgefunden.
Interview von Iris Hilberth
