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Online-Vortrag:Eine argentinische Ikone

Das Grab von Evita Peron in Buenos Aires
(Foto: DPA)

Der Peronismus prägt Argentinien bis heute - die Namensgeberin und bekannteste Repräsentantin, María Eva Duarte de Perón, ist bis heute im kollektiven Gedächtnis des Landes präsent. Dabei sprechen Anhängerinnen und Anhänger schlicht von ihrer "Evita", einer Koseform des Namens Eva. Das unter gleichem Titel bekannt gewordene Musical von Andrew Lloyd Webber zeigt Perón als eine machtgierige, autoritäre Präsidentengattin, die ihre eigene Karriere vorantreibt. Peronistinnen hingegen - und zu ihnen zählt die aktuelle Vizepräsidentin Cristina Fernández de Kirchner - verteidigen Eva Perón als "Mutter der Armen und Unterdrückten" und erste Feministin in einem konservativen Land, die das Frauenwahlrecht durchzusetzen vermochte. An diesem Mittwoch, 14. April, 19.30 Uhr, setzt sich Ursula Prutsch in einem Online-Vortrag mit dem Aufstieg der Argentinierin vom "Aschenputtel" zu einer der einflussreichsten Frauen ihrer Zeit auseinander, und sucht nach Antworten: Was macht bis heute die Faszination von Eva Perón aus? Warum wurde sie von Gegnerinnen und Gegnern gehasst und welcher Mythos lebt bis heute weiter? Eine Anmeldung ist bis zum Vortragstag, 12 Uhr, unter www.vhs-haar.de möglich.

© SZ vom 13.04.2021
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