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Oberschleißheim:Neue Dependance fürs Rathaus

Bauamt der Gemeinde zieht an die Mittenheimer Straße

Von Klaus Bachhuber, Oberschleißheim

Das Rathaus liegt in Oberschleißheim weit vom Zentrum im Südosten der Gemeinde. Die Sitzungen des Gemeinderats und seiner Ausschüsse werden seit der Corona-Pandemie im Bürgerzentrum im Westen abgehalten. Und jetzt wurde eine Dependance der Gemeindeverwaltung an der Ausfallstraße nach Norden eröffnet. Das Gemeindebauamt ist komplett in ein Gewerbegebäude an der Mittenheimer Straße gezogen.

Schon seit Jahren ist das Rathaus im historischen Schulhaus der Gemeinde an der Freisinger Straße zu eng. Zuletzt war die Abteilung Bautechnik aus dem Verwaltungsgebäude ins benachbarte Feuerwehrgerätehaus umgezogen. Dort war die in dem Gebäude eingerichtete Wohnung zufällig frei geworden. Zuletzt aber gab es immer weitere Stellenmehrungen in der Gemeindeverwaltung, sodass erneut der Raum im Rathaus knapp wurde. Insbesondere Sachgebiete des Hauptamts haben mit verbesserter personeller Ausstattung nicht mehr ausreichend Platz gefunden.

Neuestes Provisorium ist nun der Umzug des kompletten Gemeindebauamts unter Leitung von Abteilungsleiterin Christiane Kmoch in ein Bürogebäude, das einst von Organon und zuletzt von der Firma Linde genutzt worden war. Gerade richtet sich die Behörde dort ein. Auch die Bautechnik ist nun wieder mit den Kollegen vereint, die Wohnung im Feuerwehrhaus kann wieder als solche vermietet werden. Im Rathaus ziehen das Ordnungsamt und das Schulamt aus der Hauptabteilung ins ehemalige Bauamt im Ostflügel des Erdgeschosses.

Mittelfristige An- oder Neubaupläne sind bislang nicht in der öffentlichen Debatte. Zuletzt hatte der damalige Bürgermeister Christian Kuchlbauer (Freie Wähler) Anfang 2019 Gedankenspiele über den Platzbedarf des Rathauses angestoßen, allerdings so unbeholfen, dass ein geplanter Workshop des Gemeinderats dazu perspektivlos endete. Man verständigte sich damals zunächst darauf, den Sitzungssaal als provisorische Lösung zu drei Büros umzubauen. Dies wurde dann aber wegen des baulichen Aufwands verworfen, der in keinem Verhältnis zum Raumgewinn gesehen wurde. Damals zog dann stattdessen die Bautechnik ins Feuerwehrhaus. Im Kommunalwahlkampf im Frühjahr gab es dann wieder einzelne Ideen dazu, aber konkrete Vorschläge oder Anträge liegen nicht auf dem Tisch.

© SZ vom 02.12.2020
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