Süddeutsche Zeitung

Oberschleißheim:Mehr Platz für neue Ortsmitte

Die Pfarrei St. Wilhelm bringt einen Teil ihres Parkplatzes in das Projekt ein

Der neue Oberschleißheimer Bürgerplatz ist seit Monaten fertig, der nordwestliche Abschluss zum Marktplatz jedoch hängt quasi noch in der Luft. Aber während sich für den Neubau der dort geplanten Geschäftshäuser weiter nichts bewegt, könnte der neue Hauptplatz nun noch nach Süden arrondiert werden. Die Pfarrei St. Wilhelm will ihren Parkplatz bis hin zum Kirchenplatz in das Entwicklungsprojekt zur neuen Ortsmitte einbringen.

"Die ganzen Barrieren sollen weg", schildert Pfarrer Uli Kampe, der Vorsitzende der Kirchenstiftung St. Wilhelm als Grundeigentümer, den zentralen Ansatz der Planung. Derzeit ist der Parkplatz vor dem Pfarrhaus durch ein Mäuerchen vom benachbarten Bürgerplatz getrennt und ebenso vom südlich anschließenden Vorplatz von Kirche und Pfarrzentrum. "Mehr Grün" sei der nächste Aspekt der Umplanung.

Für die Pfarrei St. Wilhelm sei es stets unstrittig gewesen, die Flächen in den Planungsprozess für die neue Oberschleißheimer Ortsmitte einzubringen, versichert Kampe - allerdings haben die Pläne für dieses Vorhaben "sehr lange auf verschiedenen Schreibtischen gelegen". Erst jetzt ist das Erzbischöfliche Ordinariat des Katholischen Bistums so weit, mit der Gemeinde die nötigen städtebaulichen Verträge abzufassen, damit die Maßnahme auch in das Städtebauförderprojekt "Soziale Stadt" eingehen kann.

Dazu laufen gerade Grundstücksvermessungen. Auch die Pläne für die Umgestaltung lägen bereits vor, berichtet Kampe. Die Planungen für die neue Ortsmitte laufen konkret schon seit zwölf Jahren. 2013 hatte der Gemeinderat die Pläne für die Neugestaltung des Platzes gebilligt, 2016 war Baubeginn. Die Vollendung kann erst erfolgen, wenn am Stutenanger das Ladenzentrum und die leer stehende Gaststätte abgerissen und durch Neubauten ersetzt worden sind. Der Freiraum, den die neuen Gebäude schaffen werden, wird als Marktplatz den Bürgerplatz abrunden.

Während diese nordwestliche Fortsetzung des Bürgerplatzes stets integraler Bestandteil der Planungen war, auch wenn eine Realisierung immer noch nicht geplant ist, so war die mindestens genau so logische südliche Ergänzung um den Kirchenvorplatz noch nie in irgendwelchen Plänen aufgeschienen.

Kirche und Pfarrzentrum St. Wilhelm haben mit der Errichtung der Parksiedlung Anfang der 1970er Jahre begonnen. Das Bürgerzentrum plus Bürgerplatz nebenan schloss sich erst Ende der 1980er Jahre an.

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Quelle:
SZ vom 15.06.2019
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