Oberschleißheim hat künftig eine Zweite Bürgermeisterin: Stefanie Haselbeck (CSU) hat die Wahl in der konstituierenden Sitzung des Gemeinderats am Dienstagabend bereits im ersten Wahlgang deutlich für sich entschieden und Casimir Katz (FDP, vier Stimmen) sowie Christoph Münster (Grüne, sieben Stimmen) auf die Plätze verwiesen. Münster, der als Bürgermeisterkandidat seiner Partei bei der Kommunalwahl am 8. März im Feld von vier Bewerbern auf beachtliche 26,6 Prozent kam, ging auch beim Votum um den Posten des weiteren Stellvertreters leer aus.
Thomas Laser von den Freien Wählern ist neuer Dritter Bürgermeister in Oberschleißheim. Die Gruppierung stellte bei der Kommunalwahl keinen eigenen Bürgermeisterkandidaten und verfügt – wie schon in der vergangenen Amtsperiode – über nur vier Mandate im Gemeinderat. Die Grünen, mit sechs Sitzen zweitstärkste Kraft im Gremium, gingen dagegen leer aus. Für Christoph Münster und seine Fraktion kam das jedoch nicht unerwartet: „Das ist keine Überraschung“, sagte der 38‑Jährige.

In der vergangenen Amtsperiode war das Personaltableau für die Stellvertreter abwechslungsreicher: Den Posten des Zweiten Bürgermeisters hatte Harald Müller von der SPD inne, den des Dritten Bürgermeisters Katz (FDP). Müller gehört dem neuen Gemeinderat nicht mehr an. Der 66-Jährige zeigte sich von seinem schwachen Abschneiden im Rennen um den Chefsessel im Oberschleißheimer Rathaus enttäuscht und stellte sein Mandat zur Verfügung. Ausschlaggebend war auch, dass es für ihn keine Aussicht mehr auf das Amt des Zweiten Bürgermeisters gab, wie er sagte: „Für mich gibt es keine politische Perspektive mehr.“ Diese Einschätzung sei ihm in Gesprächen nach der Kommunalwahl mit Bürgermeister Markus Böck (CSU) vermittelt worden, so Müller.
Der wiedergewählte Bürgermeister betonte in der ersten Sitzung des Gemeinderats noch einmal, wie sehr ihn das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler mit Dankbarkeit und Respekt erfülle. Sie hatten ihn bereits im ersten Wahlgang gewählt, den er knapp mit 52,1 Prozent gewann. Er sei froh, dass er nicht in die Stichwahl habe müssen, „denn da könne es gefährlich werden, auch für einen Amtsinhaber“, sagte Böck mit Blick nach Garching. In der Universitätsstadt wurde Dietmar Gruchmann (SPD) nach zwölf Jahren abgewählt.

